Die Enttäuschung über die Luzern-Pleite sitzt bei Lugano noch tief. Für die Tessiner kann es nach nur zwei Siegen aus den letzten acht Spielen eigentlich nur noch um eines gehen: die Qualifikation für Europa. Verteidiger Antonios Papadopoulos (26) formuliert das Ziel allerdings etwas offener: «Wir spielen Fussball, um zu gewinnen. Heisst: Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben – und dann schauen wir, wo wir am Ende stehen.»
Vier Runden vor der Tabellenteilung liegt Lugano auf Rang drei. Dies würde aktuell zur Teilnahme an der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League berechtigen. Sollten die Bianconeri diesen Platz verteidigen, würden sie erstmals europäisch im eigenen Stadion spielen, das im Mai eröffnet wird. Wie viele Partien es am Ende tatsächlich werden, hängt allerdings davon ab, ob Lugano den Sprung in die Ligaphase schafft – und der Weg dahin wäre noch ein langer.
Mehrere Spieler mit auslaufenden Verträgen
Ob das Kader dann noch gleich aussieht wie heute, ist allerdings fraglich. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass es im Sommer zu einigen Veränderungen kommt. Sechs Spieler haben auslaufende Verträge, bei David von Ballmoos (31) und Claudio Cassano (22) stellt sich die Frage, ob die Kaufoption gezogen wird. Andere (zehn Spieler!) gehen wiederum in ihr letztes Vertragsjahr – darunter auch einige Leistungsträger. Entweder verlängert der Klub mit ihnen, oder der kommende Sommer bietet die letzte Gelegenheit, noch eine Ablösesumme zu erzielen.
Zu den Spielern, die im Juli in ihr letztes Vertragsjahr gehen, gehört auch Papadopoulos. Für den Deutsch-Griechen ist das derzeit jedoch kein Thema. «Ich konzentriere mich nur auf das Hier und Jetzt. Ich gebe Gas und versuche, jedes Spiel zu gewinnen. Das ist mein primäres Ziel», betont er.
Papadopoulos von Gerüchten unbeeindruckt
Schon im vergangenen Sommer rankten sich zahlreiche Transfergerüchte um den Innenverteidiger. In den letzten Wochen war aus Bern zudem zu hören, dass YB im Winter an ihm interessiert gewesen sein soll. Auf dem Platz hat ihn der ganze Wirbel allerdings nicht aus der Ruhe gebracht – im Gegenteil.
«Ich übernehme gerne Verantwortung», sagt Papadopoulos. Schon in der Jugend beim BVB habe er immer wieder die Kapitänsbinde getragen. Über sich selbst spricht er dennoch nicht gerne. Viel lieber blickt er nach vorne: «Schauen wir auf Samstag. Wir müssen schnell Punkte holen – am besten schon am Wochenende gegen St. Gallen und dann in der Woche darauf gegen YB.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |
