Nach 222 Partien
Super-League-Schiri Tschudi macht Schluss

Am Samstag pfeift Lionel Tschudi letztmals ein Spiel in der Super League. Der Vermögensverwalter widmet sich danach anderen beruflichen Herausforderungen – und der Familie.
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Lionel Tschudi hängt die Pfeife an den Nagel.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Lionel Tschudi macht Schluss. Wie der Schweizerische Fussballverband SFV mitteilt, hat sich der 36-jährige Neuenburger dazu entschieden, per Ende Jahr seine Aktivkarriere als Schiedsrichter zu beenden.

3373 Tage nach seinem Debüt in der Super League leitet Tschudi am Samstag seine 117. und letzte Partie in der höchsten Schweizer Spielklasse. Er kommt beim Duell Sion gegen Winterthur (18 Uhr) zum Einsatz. Insgesamt wird es die 222. Partie (davon 76 in der Challenge League und 29 im Cup) sein, die Tschudi in der Swiss Football League leitet. Update: Dieses Spiel fällt aufgrund der vielen Krankheitsfälle bei Winterthur ins Wasser – so pfeift Tschudi nun Lausanne gegen Luzern (Sonntag, 14 Uhr).

Sein Debüt als Super-League-Schiedsrichter gab er am 25. September 2016 in der Partie GC gegen Vaduz. Mit 27 Jahren war er damals der jüngste SFL-Unparteiische. In den neun Jahren seither kam Tschudi zudem fast 120-mal im Video Operations Room in Volketswil ZH zum Einsatz.

Lange Pause durch Unfall

Nicht nur national kam Tschudi zum Einsatz. Er wurde 2017 zum Fifa-Referee ernannt und hat beispielsweise 2021 sein erstes WM-Quali-Spiel zwischen Kroatien und Malta geleitet. Wäre er nicht durch einen Unfall ausgebremst worden, hätte Tschudi noch mehr Partien gepfiffen.

Mitte 2021 musste er wegen durchtrennter Sehnen und Nerven im Fuss monatelang pausieren. Im Frühjahr 2022 erlitt er einen Rückfall, weswegen er beinahe ein Jahr ausfiel. «Darum sehe ich es als meinen grössten Erfolg, dass ich nach zwei langen Pausen nochmals mein bestes Niveau erreichen konnte, um das zu tun, was ich liebe», sagt er. Nachdem er in den letzten 20 Jahren praktisch alles der Schiedsrichterei untergeordnet hat, freut sich der Vermögensverwalter nun auf andere berufliche Herausforderungen und mehr Zeit mit der Familie.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
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