Lichtsteiner erklärt Basler Harmlosigkeit
«Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können»

Der FC Basel droht nach dem 0:2 gegen Sion den europäischen Wettbewerb zu verpassen. Trainer Stephan Lichtsteiner (42) zeigt sich aber kämpferisch.
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Stephan Lichtsteiner hat noch kein Spiel gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte gewonnen.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Basel verliert 0:2 gegen Sion, drittes siegloses Spiel in Serie
  • Trainer Lichtsteiner spricht von fehlendem Biss
  • Basel nun Tabellenfünfter, acht Gegentore in drei Spielen, vier Spiele verbleiben
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Lucas WerderReporter Fussball

Es wirkt fast, als wisse auch Stephan Lichtsteiner (42) nicht mehr, was er dazu noch sagen soll. Während der Pressekonferenz nach dem 0:2 gegen Sion verwendet der FCB-Trainer 18-mal den Begriff «Schlussendlich», um die Basler Pleite zu erklären. Ähnlich ideenlos ist der Auftritt seiner Mannschaft in den 90 Minuten zuvor.

«Schlussendlich hat mir der letzte Biss, der letzte Pass, das letzte Duell gefehlt. Offensiv wie defensiv», fasst es Lichtsteiner zusammen. Das sei kein neues Problem, sondern eines, das sich schon durch die ganze Saison ziehe, so der Basler Trainer. Einen konkreten Lösungsansatz hat er aber offenbar noch immer nicht gefunden. Zumindest ist der Luzerner mit dem Spiel seiner Mannschaft bis zum gegnerischen Strafraum einigermassen zufrieden. «Aber dann sind wir zu kompliziert. Wir hätten noch zwei, drei Stunden weiterspielen können, ohne dass der Ball reingegangen wäre», so Lichtsteiner.

Ein Beispiel für die Basler Harmlosigkeit? In der gesamten ersten Halbzeit schiesst der FCB nur ein einziges Mal. Um in der 74. Minute endlich den ersten Schuss aufs Tor abzugeben, benötigen die Basler einen Penaltypfiff. Der eingewechselte Broschinski scheitert mit seinem schwachen Versuch an Sion-Goalie Racioppi. Am Ende stehen Lichtsteiners Spieler in 90 Minuten häufiger im Offside (4) als dass sie den Ball aufs Walliser Tor (3) bringen.

Lichtsteiner hofft auf die letzten vier Spiele

«Es fehlt die Überzeugung in beiden Strafräumen. Hinten bekommen wir acht Tore in drei Spielen. Und vorne schaffen wir es nicht, uns selber Chancen zu kreieren», sagt Flavius Daniliuc (24). «Das ist ungenügend und frustrierend. Statt auf Europa sollten wir uns lieber darauf konzentrieren, wieder mal ein Spiel zu gewinnen», so das knallharte Urteil des Verteidigers.

Das sieht auch Lichtsteiner so, der auch sein siebtes Super-League-Spiel gegen ein Team aus den Top 6 nicht gewinnen kann. «Wir müssen nicht über weiter oben diskutieren, wenn wir gegen diese Gegner nicht gewinnen. Die Tabelle lügt nicht», sagt der FCB-Trainer.

In dieser steht der FCB nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie nur noch auf Platz fünf. «Wir haben noch vier Spiele und wollen das noch irgendwie auf unsere Seite reissen», so Lichtsteiner über das Rennen um den vierten Platz, der bei einem St. Galler Cupsieg für die Conference-League-Quali reichen würde. Schlussendlich haben die Basler in dieser Form in Europa aber nichts zu suchen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
34
37
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
63
3
FC Lugano
FC Lugano
34
13
60
4
FC Sion
FC Sion
34
18
55
5
FC Basel
FC Basel
34
4
53
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
34
4
43
2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
34
-7
42
4
FC Zürich
FC Zürich
34
-21
34
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
34
-53
19
Relegation Play-Offs
Abstieg
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