Kubilay Türkyilmaz exklusiv zum FCB
«Schultz hat den grösstmöglichen Fehler gemacht»

Die Ansprache von Basel-Trainer Timo Schultz, mit welcher er auf seine Spieler losging, sei völlig aus der Zeit gefallen, sagt Blick-Kolumnist Kubi. Zudem glaubt er, dass sein Tipp, dass der FCB auf Platz drei landet, mit dieser Mannschaft nicht erreichbar sei.
Kommentieren
1/7
Die eigenen Spieler wie hier Dominik Schmid verbal fertigzumachen, sei der komplett falsche Ansatz von Basel-Trainer Timo Schultz, findet Blick-Kolumnist Kubi.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
KUBI_MURI-11275.jpg
Kubilay TürkyilmazBlick-Kolumnist

Der FC Basel steckt tief in der Tinte – und nun geht der Trainer auch noch auf die eigenen Spieler los. Timo Schultz sagt, es mangle ihnen an Biss, Aggressivität, Willen sowie Zweikampflust und er sei masslos enttäuscht. Das ist die Ansprache eines Trainers, der ratlos ist. Und es ist eine Ansprache, die völlig aus der Zeit gefallen ist. Sowas ging noch zu meiner Zeit, um einen psychologischen Schock zu bewirken versuchen. Aber heute?

Heute sind die Spieler viel empfindlicher und verwöhnt. Ob das gut ist oder nicht, stelle ich mal dahin. Ich stelle einfach fest, dass es so ist. Und da muss man Psychologe sein und höllisch aufpassen, was man sagt. Das, was Schultz gemacht hat, ist das Falschestmögliche. Er hätte besser die ganze Schuld auf sich geladen und die Spieler aussen vor gelassen. Basta.

Durchlauferhitzer und Glücksspiel

Wenn jemand sagt, der Trainer habe diese Baustellen-Situation nicht erahnen können, als er unterschrieb, so ist das kompletter Blödsinn. Schultz mag wohl noch keine grosse Mannschaft trainiert haben, aber er wird sich genauestens informiert haben über den rotblauen Durchlauferhitzer gepaart mit einer Portion Glücksspiel, wie der FCB unter David Degen funktioniert. Ein Trainer wird da nie wissen, ob ein Spieler, den er gerade zur Verfügung hat, auch am anderen Tag noch hier ist.

Diese Art, einen Klub zu führen, verstehe ich jedenfalls nicht. Man kann doch nicht Amdouni, Zeqiri, Diouf, Adams, Males und Pelmard verkaufen und bald wohl auch Ndoye, Calafiori und vielleicht Burger und nur Spieler aus zweiten Ligen holen. Die mögen wohl talentiert sein. Aber es braucht enorm Zeit, bis die Rädchen ineinandergreifen.

Glücksfall Europa-Out

Gut, der FC Basel sagt, das Team sei ja noch nicht fertig. Aber man droht jetzt schon den Anschluss zu verlieren. Ich habe den FCB auf Platz drei getippt. Vielleicht war das zu optimistisch. Mit dieser Mannschaft wird man dieses Ziel jedenfalls niemals erreichen.

Da gibt es nur etwas Positives, so blöd das auch klingen mag: Dass die Bebbi europäisch die Segel streichen mussten, ist in dieser Situation ein Glücksfall. Denn dadurch hat man nur noch einen Fokus. Es ist Basels einzige Chance.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen