Die Revanche für die demütigende 0:5-Schlappe im Stade de la Tuilière im Oktober ist geglückt. YB gewinnt erstmals wieder nach drei Niederlagen gegen die Waadtländer. «Dank eines Lausanner Jungen. Schade, spielt er nicht mehr bei uns», bedauert auch Coach Peter Zeidler. Denn der Unterschied macht einer aus: Alvyn Sanches (23)!
Im französischen Créteil geboren, aber im Lausanner Quartier Les Boveresses aufgewachsen und bei Lausanne-Sport grossgeworden, ist Sanches ein waschechter Einheimischer. Der nun in Diensten von YB steht. Erst bucht er kurz vor der Pause das erste Tor, als ihm die Gastgeber-Hintermannschaft ein klein bisschen zu viel Raum schenkt, den auch Assistgeber Joël Monteiro gedankenschnell erkennt. Annahme mit rechts, Wechsel auf links. Und das Ding sitzt.
Gleich nach der Pause holt ihn Lausannes Karim Sow von den Socken, als der Lausanner Abwehrchef das YB-Juwel mit wenig Kontrolle stoppt, sodass Sows Schuhspitze an Sanches’ Wade landet. Direktrot! Und gleich darauf netzt der Nationalspieler stilvollendet eine Topvorlage von Valery ein. «Sehr gut gemacht», zollt Zeidler auch dem 2:0 Beifall.
Als Zeidler kam, ging Sanches. Für vier, fünf Millionen. Es war der grosse Kreuzbandriss-Coup. Denn ohne die schwere Verletzung wäre Sanches für YB nicht stemmbar gewesen. Er war für einen Auslandtransfer im Bereich von 15 Millionen vorgesehen gewesen. Nun brauchts dazu die Zwischenstation YB, wo er immer mehr aufzuzeigen vermag, welch grossen Coup YB da gelandet hat. Dass dies nicht innerhalb eines Monats passieren würde, wusste man. «Es gibt da immer Ups and Downs», sagt auch Sandro Lauper. «Da kann ich aus Erfahrung sprechen», so der zweifach Kreuzband-Geplagte. «Wir haben ihm diese Zeit gegeben. Aber wir brauchen ihn auch. Denn er macht auch defensiv einen sehr guten Job. Das darf man nicht vergessen.»
Alvyn, dieser Instinktfussballer
Das hat auch Trainer Gerardo Seoane nicht: «Er hat auch die wichtige Aufgabe, den gegnerischen Sechser abzudecken und Bälle zu erobern. Das ist ein wichtiger Faktor.» 14 Eroberungen werden am Ende zu Buche stehen. Natürlich Bestwert. Und dann ist da auch die Finissage. «Er ist ein wichtiger Bestandteil unseres Spiels», sagt Seoane. «Wenn wir nur mit einem Stossstürmer spielen, muss der Zehner auch in die Abschlussräume kommen.» Und in diesen sei er kaum zu halten. «Denn Alvyn, dieser Instinktfussballer, hat eine sehr gute Abschlusstechnik.»
Der Junge selber gibt zu Protokoll, dass Lausanne wohl immer sein Herzensklub bleiben werde. «Es war sehr speziell, dort zu spielen, wo ich aufgewachsen bin. Aber ich musste das beiseitelegen. Wenn ich einmal auf dem Spielfeld bin, gibt es keine Geschenke.» Darf es auch nicht, denn was das nächste Ziel sei, zeigt Sanches deutlich auf. Und es ist nicht das Erreichen der Championship Group. Dieses Ziel ist nach der Niederlage von Luzern zu 99,99 Prozent erreicht. «Wir wollen auf einen Europacup-Platz klettern», sagt der Ausnahmekönner. Dazu fehlen noch vier Punkte, die es in den restlichen acht Spielen aufzuholen gilt. Machbar.
Und dann ist da noch das etwas fernere Ziel: die Fussball-WM in Amerika. «Darauf hoffe ich», sagt Sanches. Wie unverzichtbar er für Murat Yakin sein wird, kann er schon in den Tests gegen Deutschland und Norwegen im März zeigen. Denn wenn er so weitermacht, wird er das sein. Unverzichtbar.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |

