Darum gehts
- Luzern holt 3:3 gegen YB, Ciganiks mit zwei Toren im Wankdorf
- Ciganiks spricht fliessend Polnisch, hilft Teamkollege Mikolajewski bei Integration
- Achter Punkt aus vier Spielen: Luzern schöpft neuen Saison-Rückenwind
Zweimal Vorlage Daniel Mikolajewski, zweimal Tor Andrejs Ciganiks: Mit einem Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden legt das Luzerner Duo den Grundstein für einen durchaus überraschenden Punktgewinn gegen YB. «An dieses Spiel werde ich mich immer wieder zurückerinnern», sagt Doppeltorschütze Ciganiks nach dem 3:3 im Wankdorf. «Das ist das Schöne gegen solche Mannschaften, die wissen, dass sie sehr viel Qualität in der Offensive haben. Sie geben dir viele Räume und verteidigen nicht so konsequent», sagt der Lette über die Berner Abwehr. Und findet am Ende sogar: «Wir hätten sie noch häufiger bestrafen können.»
Allerdings hätten die Luzerner die Heimreise auch mit leeren Händen antreten können. Wofür ebenfalls Ciganiks verantwortlich gewesen wäre. In der Schlussphase unterläuft ihm auf Höhe der Mittellinie ein kapitaler Ballverlust, worauf plötzlich vier Berner aufs FCL-Tor losziehen können. YB-Joker Etoski verzieht am Ende jedoch.
Ciganiks spricht fliessend Polnisch
Und so kann sich FCL-Matchwinner Ciganiks am Ende über seine Saisontore zwei und drei freuen – alle aufgelegt von Stürmer Mikolajewski. Doch nicht nur auf dem Platz verstehen sich die beiden. Vor seinem Wechsel nach Luzern spielte Ciganiks eineinhalb Jahre für Widzew Lodz und spricht deshalb fliessend Polnisch. Für Parma-Leihgabe Mikolajewski, den zweimaligen U21-Nationalspieler Polens, ist der Routinier so sofort zur wichtigsten Bezugsperson geworden.
«Er kommt immer zu mir und fragt mich alles», erzählt Ciganiks. Obwohl sich zwischen den beiden bereits eine Freundschaft entwickelt habe, gebe es auch Dinge, bei denen er dem Angreifer nicht weiterhelfen könne. «Er will immer mit mir Fischen gehen, aber davon habe ich überhaupt keine Ahnung», so Ciganiks.
Vaduz-Sieg sorgt für Luzerner Rückenwind
Als neues Luzerner Traumduo will Udo Portmann (49) seine beiden Spieler zwar noch nicht bezeichnen. «Aber es ist Tatsache, dass sie sich auch neben dem Platz sehr gut verstehen», so der FCL-Coach. Ciganiks sei ein Typ, der gern neue Spieler in die Mannschaft integriere. Portmann: «Ich will da nicht zu viel reininterpretieren. Aber vielleicht ist es nicht immer Zufall, dass auf dem Platz die eine oder andere Situation so aufgeht.»
Kein Zufall ist auch der Luzerner Punktgewinn gegen YB. Nach einer mässigen ersten Halbzeit steigert sich Portmanns Mannschaft in der zweiten Halbzeit und nutzt die fehlende Überzeugung in der Berner Hintermannschaft mehrfach effizient aus. Der «auch etwas glückliche» Sieg unter der Woche gegen Vaduz habe dem FCL Rückenwind gegeben, den man vor allem in der zweiten Halbzeit habe nutzen können, findet Portmann.
Zur Belohnung gibt es für Luzern am Ende den achten Punkt aus den letzten vier Spielen. Oder wie es Doppeltorschütze Ciganiks ausdrückt: «Wir sind angekommen in der Saison.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 7 | 12 | 15 | |
2 | FC Lugano | 5 | 11 | 15 | |
3 | FC Basel | 6 | 2 | 10 | |
4 | FC St. Gallen 1:0 | 6 | 0 | 10 | |
5 | FC Sion | 5 | 2 | 9 | |
6 | FC Luzern | 7 | -3 | 9 | |
7 | FC Thun | 5 | -5 | 7 | |
8 | FC Zürich | 7 | -7 | 7 | |
9 | FC Vaduz | 7 | -1 | 6 | |
10 | FC Lausanne-Sport | 7 | -3 | 6 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 6 | -5 | 5 | |
12 | Servette FC 0:1 | 6 | -3 | 4 |

