Thuns Meister-Sportchef ist weg
Der Plötzlich-Abgang von Albrecht wirft Fragen auf

Der Meister-Sportchef des FC Thun wirft hin, mitten in der heissen Phase der Europacup-Qualifikation und des Transfersommers. Deshalb wirft der Zeitpunkt Fragen auf, schreibt der stv. Fussballchef Christian Finkbeiner.
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Dominik Albrecht nimmt sich eine Auszeit.
Foto: Benjamin Soland
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Thuns Sportchef Dominik Albrecht ist weg. Per sofort. Dass er je wieder zum FC Thun zurückkehren wird, ist zwar der Wunsch des Vereins und von ihm selbst, wann das sein und ob es überhaupt passieren wird, bleibt aber vorderhand vage. Auch in der offiziellen Pressemeldung des Vereins.

Denn der Zeitpunkt dieses Personalentscheids irritiert. Albrecht, der die letzten 15 Jahre als rechte Hand von Andres Gerber das Geschäft von der Pike auf gelernt hat, übergibt die Geschäfte mit Simone Rapp an einen Novizen. Zwei Tage vor dem Hinspiel in der Europa-League-Quali gegen Vikingur Reykjavik, in dem es für Thun sportlich und finanziell um sehr viel geht. Und nur etwas mehr als einen Monat vor Schliessung des Transferfensters.

Erfahrungsgemäss werden bei Schweizer Klubs die letzten Transferwochen am intensivsten, da die Super League im hinteren Teil der europäischen Nahrungskette anzusiedeln ist. Beim Meister umso mehr, denn je nach Ausgang der europäischen Qualifikationsspiele dürfte der eine oder andere Zu- und Abgang noch dazukommen. Die Teilnahme an einer Ligaphase spült Millionen in die Kasse, bringt aber auch eine Mehrbelastung von mindestens sechs bzw. acht Spielen.

Doch Albrecht war offensichtlich am Anschlag, seine Auszeit kommt keinen Tag zu früh. Mit ihm verliert der FC Thun nach Mauro Lustrinelli den zweiten Baumeister der märchenhaften letzten Meistersaison. Es ist der Preis, den der kleine Klub aus dem Berner Oberland nach seinem Kraftakt zu zahlen hat. Aus menschlicher wie sportlicher Sicht bleibt zu hoffen, dass Albrecht tatsächlich zurückkehrt – erholt und mit neuen Kräften.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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