Kommentar zum Frust in Basel
Die Schweiz braucht VAR-Spezialisten

VAR Urs Schnyder unterlief beim Spiel zwischen Basel und YB ein grober Fehler. Für Blick-Fussballchef Tobias Wedermann ist klar: Die Super League braucht VAR-Experten statt Schiris vor den Bildschirmen. Ein Kommentar.
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Luca Cibelli erlebt im Joggeli einen ungemütlichen Abend.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Tobias WedermannFussballchef

Ein spektakuläres Spiel und beste Werbung für den Schweizer Fussball. Eigentlich... Denn nach der 4:1-Klatsche von YB in Basel gibt es viele Verlierer. Zu viele. Edimilson Fernandes, der das Spiel mit einem Handspenalty und einer Roten Karte auf dümmstmögliche Art im Alleingang entscheidet. Sogar der FC Basel, dessen über lange Zeit sehr starke Leistung aufgrund der Diskussionen untergeht. Und natürlich die Ursache jener Diskussionen: die Schiedsrichter. Luca Cibelli und sein Team sehen auf dem Platz weder das Handspiel von Edimilson Fernandes noch das Abseits von Xherdan Shaqiri. VAR Urs Schnyder sieht vor lauter Handspiel das Abseits nicht.

Nach zwei Spieltagen mit vielen positiven Ansätzen bei den Unparteiischen folgt ausgerechnet im prominentesten Spiel aller Spiele der Super-GAU. Erinnerungen an eine Rückrunde kommen auf, die aus Schiedsrichter-Sicht viel zu schwach war. Doch wer jetzt nach neuen Abläufen beim Videoschiri schreit, tut dies umsonst. Denn der Ablauf ist bereits in Stein gemeisselt: Prüft der VAR eine Penaltysituation, muss er zwingend auch die Entstehung prüfen. So steht es im Protokoll geschrieben. Doch VAR Urs Schnyder verzichtete darauf. Ein menschliches Versagen, das für Schnyder als Schiedsrichter auf dem Feld beinahe undenkbar ist. Denn Schnyder ist einer der besten Schiedsrichter im Land – doch auch als VAR?

Der Lösungsansatz scheint daher logisch: Die Schweiz braucht VAR-Experten. Schiedsrichter, die aus unterschiedlichen Gründen zu wenig gut oder nicht mehr geeignet sind für den Einsatz auf dem Feld in der Super League, aber zu Experten im Videoraum in Volketswil ausgebildet werden. Für die entsprechende Aufmerksamkeit, die Reflexe und die Umgebung, die sich alle massgeblich vom Schiri-Job im Stadion unterscheiden. Beim Verband muss man dies zwingend auf die Pendenzenliste setzen. Denn auf diesem Niveau kann es nicht mehr weitergehen. Es schadet nicht nur grossen Spielen wie am Mittwochabend im Joggeli, sondern dem gesamten Schweizer Fussball.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
26
32
61
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
26
19
47
3
FC Lugano
FC Lugano
26
12
46
4
FC Sion
FC Sion
26
9
40
5
FC Basel
FC Basel
26
5
40
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
26
0
36
7
FC Luzern
FC Luzern
26
3
33
8
FC Zürich
FC Zürich
26
-11
31
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
26
-3
30
10
Servette FC
Servette FC
26
-7
28
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
26
-13
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
26
-46
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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