Edimilson Fernandes fliegt nach Ohrfeige vom Platz
0:24
Rückkehrer verliert die Nerven:Edimilson Fernandes fliegt nach Ohrfeige vom Platz

YB wütet nach VAR-Flop in Basel
Schiri-Boss: «Das hätte nicht passieren dürfen»

Ein VAR-Fehler sorgt beim Topspiel zwischen Basel und YB für Aufregung, denn Shaqiri stand vor der spielentscheidenden Szene im Abseits. Nun erklärt Schiri-Boss Wermelinger: «Der VAR und sein Assistent übersahen die vorgängige Abseitsposition.»
Kommentieren
1/6
Es ist die Entscheidung des Spiels: Nach VAR-Intervention kommt es zum Penalty für den FCB, der von Xherdan Shaqiri souverän verwandelt wird.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Im Laufe des Spiels verdichten sich die Anzeichen immer mehr. Als SRF dann eine Visualisierung zeigt, bei der Xherdan Shaqiri klar im Abseits steht, als er den Ball mit der Hacke weiterleitet, der dann Edimilson Fernandes an den Arm fliegt, wird klar: Das System hat hier versagt! Shaqiri steht gemäss dieses Standbildes klar offside, weshalb es den Penalty nicht hätte geben dürfen. Und so wäre es auch nicht zum Gerangel gekommen, in dessen Folge es zum für YB fatalen Kontrollverlust von Edimilson Fernandes kam, der zur ersten Roten Karte in der Profi-Karriere des Wallisers führte.

Kein Wunder versteht YB-Coach Giorgio Contini die Welt nicht mehr: «Es gibt keine Ausrede, dass man das nicht sieht! Wir haben Instruktionen erhalten Anfang Saison, was alles angeschaut wird. Wie viele Frames man zurückspult. Man hat nun diese Millimeter-Entscheidungen. Das hat man teils letzte Woche gesehen. Schultern entscheiden … Es ist deshalb müssig, darüber zu diskutieren.» Und am Ende sagt der Winterthurer dann doch, es sei ein Fussballspiel gewesen, das Basel schlussendlich verdient gewonnen habe. Abschliessend meint der YB-Trainer: «Es ärgert einen aber schon, denn diese Diskussionen wollen wir dank der Technologie nicht mehr haben.»

YB-Captain Benito: «Es ist crazy»

Auch Captain Loris Benito ist fassungslos: «Es ist crazy. Ich bin grundsätzlich Fan des VAR, weil er viele Situationen sieht, die in der Geschwindigkeit des Spiels schwierig zu sehen sind. Und sie sagen immer, sie checken alles. Und dann das.» Was der YB-Captain auch nicht versteht: «Vor dem Spiel heisst es jedes Mal: Captains only, Captains only. Also nur die Captains dürften mit den Schiedsrichtern reden. Doch wenn du mal mit dem Schiedsrichter sprechen willst, hört er nicht zu oder will nicht mit dir sprechen. Weil es dann heisst: ‹Wir checken sowieso alles. Da musst du gar nicht erst nachfragen.› Und wenn es dann darum geht, alles zu checken, checken sie doch nicht alles. Das ist frustrierend.»

Das Abseits-Versagen ist nicht der Fehler von Schiedsrichter Luca Cibelli. Von dessen Assistenten hingegen schon. Dieser hätte das Offside sehen müssen. Aber wenn dieser solch einen Bock begeht, muss sich der VAR einschalten. Urs Schnyder und sein Assistent in Volketswil haben das offenbar übersehen.

Benito sagt, er wisse, dass Schiedsrichter der schwierigste Job der Welt sei, und er selber sei auch sehr verständnisvoll. Aber: «Solch ein Fehlentscheid ist die spielentscheidende Szene. Was wäre gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre?» Eine hypothetische Frage. Es hätte zumindest dieses Penaltytor nicht gegeben und YB hätte in Vollbestand weiterspielen dürfen. Das hätte schon ein anderes Spiel geben können.

Schiri-Boss: «Das hätte nicht passieren dürfen»

Schiedsrichter-Boss Daniel Wermelinger kommentiert gegenüber Blick zunächst den Penalty: «In der 56. Minute kam es zu einer Spielsituation, die eine VAR-Intervention erforderte. Ein strafbares Handspiel eines YB-Spielers wurde auf dem Spielfeld nicht erkannt. Der VAR überprüfte dies und kam richtigerweise zum Schluss, dass ein strafbares Handspiel vorlag, welches einen Penalty zur Folge hatte.»

Dann gesteht er aber ein, dass Shaqiris Abseitsposition hätte geahndet werden müssen: «Vor dieser Aktion wurde eine strafbare Abseitsstellung eines Baslers, entgegen dem vorgesehenen VAR-Prozess, nicht überprüft. Sowohl der VAR als auch sein Assistent waren zu stark auf das Handspiel fokussiert und übersahen die vorgängige Abseitsposition. Das hätte nicht passieren dürfen. Der VAR hätte dem Schiedsrichter nicht nur das Handspiel, sondern auch die Abseitssituation zeigen müssen.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Meistgelesen