Kommentar
Super League auf der Intensivstation

Werden alle Fussballklubs die Corona-Krise überleben? Es gibt grosse Zweifel, die Zahlen sind alarmierend. Ein Kommentar von Blick-Sportchef Felix Bingesser.
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Vielleicht hat die Corona-Krise für den Schweizer Klubfussball auch etwas Positives. Man muss sich intensiv mit dem eigenen Tun auseinandersetzen und die Sinnfrage stellen. Und muss auch erkennen, dass die Profiklubs fast ausnahmslos auf der Intensivstation liegen und beatmet werden müssen.

Die fehlenden Einnahmen aus dem internationalen Geschäft, die immer schwieriger zu erwirtschaftenden Transfererlöse und die im internationalen Vergleich halt doch bescheidenen TV-Gelder sorgen dafür, dass die Schere immer weiter auseinander geht.

Hier die grossen mächtigen Ligen, die immer dominanter werden. Auf der anderen Seite die Swiss Football League, für deren Vertreter eine Teilnahme an der Champions League praktisch nicht mehr möglich ist.

Und es wird immer deutlicher: Einen Profiklub in der Schweiz wirtschaftlich und ohne strukturelles Defizit zu führen, ist langfristig ein Ding der Unmöglichkeit. Will man international nicht marginalisiert werden, dann werden die Zahlungen von Mäzenen und Investoren noch wichtiger.

Und was sich in dieser Corona-Krise auch akzentuiert: Fussball zum Selbstzweck und nur für die TV-Stationen will auf Dauer niemand. Gerade diese Geisterspiele zeigen, für wen man das ganze überhaupt macht. Für die Fans! Sie sind die Basis jeglichen Tuns. Und auch die wichtigste Einnahmequelle. Die jetzt weggebrochen ist.

Vielleicht hat man die Fans in den letzten Jahren auch etwas vergessen. Man schätzt halt die Menschen erst so richtig, wenn sie nicht mehr da sind. Auch da: Man kann viel lernen in diesen Zeiten.

Aber der Profifussball ist und bleibt ein Hochseilakt. In der Schweiz kann es zehn exklusive Gastronomiebetriebe im Hochpreissektor geben. Alle verdienen viel Geld, alles sind Gewinner. Das ist in der Wirtschaft auch in anderen Bereichen möglich.

Im Fussball geht das nicht. Da können nicht alle gleichzeitig gewinnen. Da gibt es zwangsläufig Verlierer. Aber auch die haben mit Erfolgen budgetiert haben.

Das macht dieses Geschäft halt so unberechenbar.

Und so faszinierend.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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