Nachfolger steht schon bereit
Das sagt Albrecht über sein Ende als Thun-Sportchef

Dominik Albrecht hat als Sportchef grossen Anteil am Meistermärchen des FC Thun. Jetzt hört er in seiner Funktion auf.
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Dominik Albrecht verlässt den FC Thun per sofort.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dominik Albrecht tritt per sofort als Sportchef des FC Thun zurück
  • Simone Rapp (33) wird neuer Sportchef, Albrecht wechselt in Geschäftsleitung
  • Albrecht war 15 Jahre beim FC Thun, davon 5,5 Jahre Sportchef
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Knall beim FC Thun! Dominik Albrecht (40) hört als Sportchef per sofort auf. Der FC Thun bestätigt damit, was Blick am Dienstagmorgen publik machte. Albrecht nimmt eine Familienauszeit und wird im Herbst in die Geschäftsleitung des Vereins eintreten und die neu geschaffene Funktion des Geschäftsleiters Sport übernehmen. So ist es laut Medienmitteilung der Berner Oberländer zumindest angedacht.

«Die fünfeinhalb Jahre als Sportchef waren enorm intensiv. Für mich ist die Zeit gekommen, meiner Familie mehr Raum zu geben und nicht mehr so stark vom operativen Tagesgeschäft absorbiert zu sein.», erklärt er seinen Entscheid. Als Nachfolger haben die Berner Oberländer Simone Rapp (33) zum Sportchef befördert. Dieser war Anfang April zum FC Thun gestossen und sollte ab dieser Saison als Kaderplaner fungieren.

Rapp beendete im Frühjahr seine Karriere als Spieler beim Challenge Ligisten Wil. Der ehemalige Schweizer Nachwuchs-Internationale bestritt in seiner Karriere fast 500 Pflichtspiele, 141 davon in der Super League, unter anderen auch für den FC Thun. Den ganz grossen Durchbruch schaffte er aber nie. Der gebürtige Tessiner spielte unter anderem auch für Lausanne, St. Gallen, Vaduz und den Karlsruher SC. Er besitzt einen Bachelor in BWL.

Präsident Andres Gerber (53) äussert sich wie folgt dazu: «Simone hat sich einen umfassenden Einblick in unsere Strukturen, Prozesse und sportlichen Zielsetzungen verschafft. Wir sind überzeugt, dass er bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen und die sportliche Entwicklung der 1. Mannschaft des FC Thun erfolgreich voranzutreiben.»

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Albrecht sprach bereits im Frühling offen über Herausforderungen

Albrechts plötzlicher Abgang als Sportchef kommt äusserst überraschend, galt er doch als eine – wenn nicht gar «die» – unverzichtbare Konstante im Berner Oberland. Noch im Frühjahr sagte er im Blick-Interview: «Ich habe meinen Vertrag erst kürzlich zusammen mit Andres Gerber verlängert und fühle mich extrem wohl beim FC Thun.»

Gleichzeitig betonte er aber auch, wie schwierig es ist, den anspruchsvollen Job als Sportchef mit der Rolle als dreifacher Familienvater zu vereinen: «Es geht darum, seinen Alltag so zu strukturieren, dass es trotzdem geht. Aber meinem sozialen Umfeld gerecht zu werden, ist für mich tatsächlich die grösste Herausforderung.» Nun scheint dem Erfolgsarchitekten der Spagat zwischen den beruflichen Anforderungen und Privatleben letztlich doch zu viel geworden zu sein.

Mehr Details zum unvermittelten Bruch dürfte es am Mittwoch geben: Dann lädt der Schweizer Meister zur Pressekonferenz im Vorfeld des Europa-League-Qualifikationsspiels gegen Vikingur Reykjavik.

Albrechts stetiger Aufstieg

Albrecht kam vor 15 Jahren zum FC Thun, nachdem er dem heutigen Präsidenten Andres Gerber eine Blindbewerbung geschrieben hatte. 2020, als Gerber nach dem Abstieg in die Challenge League zum Präsidenten der Berner Oberländer gewählt wurde, stieg Albrecht zum Sportchef auf.

Zusammen mit Gerber und Trainer Mauro Lustrinelli stellte Albrecht die Mannschaft zusammen, die 2025 in die Super League aufstieg und in der vergangenen Saison mit dem ersten Meistertitel der Klubgeschichte für die grösste Sensation in der Geschichte des Schweizer Fussballs sorgte.

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