Darum gehts
- Der FC Basel gewinnt 2:1 gegen den FC Zürich im Letzigrund
- Verteidiger Daniliuc sagt: «Jeder Sieg ist für den Trainer.»
- Trainer Lichtsteiner erinnert an Abmachug mit der Vereinsführung
Die Schlussphase des Klassikers passt zu dieser Basler Woche. Da macht der FC Basel aus einem 0:1 ein 2:1. Nur, um den hart erkämpften Vorsprung gleich darauf fast doch noch zu verspielen.
Aber ein langweilig-souveräner Sieg beim FC Zürich hätte nicht zu den letzten Tagen bei Rotblau gepasst. Aufwühlend sind die gewesen. Spätestens, seit Blick am Dienstag publik gemacht hat, dass Stephan Lichtsteiner bei einer Niederlage gegen den FCZ mit einer Freistellung zu rechnen habe.
«Jeder Sieg ist für den Trainer»
Jetzt also dieser kleine Befreiungsschlag im Letzigrund. War das ein Sieg für den Trainer, Flavius Daniliuc (25)? «Jeder Sieg ist für den Trainer», sagt der Österreicher mit wunderbar sanftem Lächeln.
Sowieso habe er von all der Unruhe, die im und um den Verein herrscht, absolut gar nichts mitbekommen: «Wir zeigen es mit Leistung auf dem Platz. Wir wollen Spiele gewinnen. Und wenn wir Spiele gewinnen, dann kann auch von aussen nichts mehr kommen. Ihr sprecht von einer Stimmung … die spüren wir nicht. Die Mannschaft würde nicht so auftreten wie heute, wenn wir die spüren würden.»
Auftritt Mirko Salvi (32). Seines Zeichens eigentlich die Nummer 2 der Basler. Aber derzeit gerade sehr häufig zwischen den Pfosten, weil Jonas Omlin (32) weiterhin verletzt ausfällt. Und ausserdem in bestechend guter Form, wie er mit seiner magistralen Parade gegen Lindrit Kamberis Kopfball in der 94. Minute beweist.
Probleme zwischen Spielern und Trainer? Sieht Salvi keine. Wenn Lichtsteiner Spieler verloren hätte, «hätten wir heute sicher nicht gewonnen. Das ist kein Thema bei uns. Wir stehen alle hinter ihm.»
Es sind Worte, die Lichtsteiner gerne hören wird. Er selber ist schon in der Medienkonferenz am Freitag vor dem Spiel sehr ruhig aufgetreten. Das tut er auch im Letzigrund, als er vor die Medien tritt. Vor Anpfiff hat er auf SRF noch gesagt, ob der Abend für ihn ein Endspiel sei oder nicht, interessiere ihn: «Zero.» Italienisch ausgesprochen natürlich. Nach zehn Jahren, die er als Profi in Italien verbracht hat.
«Eine sehr intensive Woche»
Als er am Samstag kurz nach 23 Uhr zur jüngsten Vergangenheit befragt wird, redet er knapp von «viel Unruhe, die von aussen kam» und von einer «sehr intensiven Woche». Aber dann ist er auch schon weg von sich selber. Lieber freut er sich für «die Jungs» und «die Fans, weil wir diesen Klassiker gewinnen konnten.»
Und dann richtet er den Blick schon wieder nach vorne, auf den nächsten Gegner, die Young Boys. «Wir sind sehr demütig», sagt er. Was angesichts des spielerisch noch immer recht holprigen Vortrags sicher nicht falsch ist: «Der Fokus liegt auf den Fortschritten des Teams.»
Trotzdem: Wünschte er sich nicht, dass jemand aus der Klubführung hinstehen und ihm den Rücken stärken würde, wenn er medial schon so im Gegenwind steht? Da holt Stephan Lichtsteiner dann doch noch einmal etwas länger aus.
Die Erinnerung an den ursprünglich fixierten Plan
Er hält erst fest: «Ich spüre das Vertrauen des Klubs.» Und dann erinnert er daran, was zwischen ihm und der Vereinsführung im Moment seiner Vertragsunterschrift im Januar abgemacht war: «Wir haben einen klaren Plan, den wir besprochen haben. Ich wüsste nicht, warum man jetzt nervös werden müsste. Wir wussten, dass Schwierigkeiten auf uns zukommen können. Das ist ein junges Team, das es bislang gut macht. Der Start ist ansprechend. Und jetzt versuchen wir, die Stimmen von aussen auszublenden und unseren Weg zu gehen.»
Sagt es, geht in Richtung Bus und muss wissen: Würden diese störenden Stimmen tatsächlich nur von aussen kommen, wäre sein Leben um ein Vielfaches einfacher.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | FC Basel | 4 | 3 | 9 | |
3 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
4 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
5 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 4 | 0 | 5 | |
7 | FC Luzern | 4 | -4 | 4 | |
8 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | FC Zürich | 4 | -6 | 3 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |
