Klare Jobgarantie für YB-Coach
Spycher: «Wir werden lange mit Seoane zusammenarbeiten»

Es soll Schluss sein mit den Irrungen und Wirrungen auf dem YB-Trainerposten. «Wir werden ganz sicher lange mit Gerry Seoane zusammenarbeiten», sagt Sport-Boss Christoph Spycher. Es tönt fast wie eine Drohung.
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Christoph Spycher (l.) spricht Gerardo Seoane eine Job-Garantie aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Gerardo Seoane bleibt trotz Rückschlägen YB-Trainer, mit klarer Job-Garantie.
  • YB prüft Optionen für Hadjam-Ersatz
  • Zwei bis drei Hochkaräter sollen bei YB kommen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Rein punktemässig liegt Heilsbringer Gerardo Seoane (47) – dreifacher Meister in drei YB-Jahren (2018 bis 2021) – hinter seinem geschassten Vorgänger Giorgio Contini zurück. Das lag an den beiden Schlappen zum Jahresende gegen GC (2:6) und in Lugano (0:3). Man hoffte auf einen plötzlichen Umschwung zu dominanten Leistungen und viel Konstanz.

Das trat trotz eines starken Auftritts in der Europa League gegen das französische Spitzenteam Lille (1:0) nicht ein. Nun hat auch Seoane eine erste Vorbereitungsphase hinter sich und nimmt das neue Jahr unter anderen Prämissen in Angriff. Und es soll weit darüber hinausgehen!

«Testspiel-Niederlagen dürfen nicht überbewertet werden»
2:59
Seoane vor Rückrundenstart:«Testspiel-Niederlagen dürfen nicht überbewertet werden»

Klare Job-Garantie für Seoane

«Wir werden ganz sicher lange mit Gerry zusammenarbeiten», sagt Chief Sports Christoph Spycher (47). Es tönt wie eine Drohung. Und ebenso wie eine Garantie, in keinem Fall mehr einen voreiligen Trainerwechsel vorzunehmen. Denn mittlerweile ist auch YB zur Erkenntnis gekommen, dass man zum Beispiel Raphael Wicky Anfang 2024 voreilig und ohne Not entlassen hat. Danach folgten Joël Magnin (der Meister wurde), Patrick Rahmen, wieder Magnin, Giorgio Contini und nun Seoane.

Im Vorwort zum neuen YB-Magazin sagt Spycher deshalb klar: «Die Zahl der Trainerentlassungen war in den letzten Jahren zu hoch.» Gegenüber Blick ergänzt er: «Ein Teil der Entscheidungen der sportlichen Führung war nicht gut genug. Das hat dazu geführt, dass im Zusammenspiel zwischen dieser, dem Staff und den Spielern, die auch Verantwortung tragen, nicht alles zusammengepasst hat.» Mit Seoane soll dieser Zyklus beendet sein.

Holt YB Ersatz für Hadjam?

Und auch mit neuen Spielern? Der erste «Neue» ist Edimilson Fernandes, der seit Mittwoch wieder voll im Teamtraining ist. YB hatte das Walliser Mittelfeldmetronom zwei Monate lang schmerzlich vermisst! Dafür fällt Linksverteidiger Jaouen Hadjam nach seiner Sprunggelenks-OP monatelang aus. «Wir haben auf dieser Position mit Rhodri Smith und Olivier Mambwa zwei junge Spieler, denen wir viel zutrauen. Allerdings müssen wir schauen, ob es der richtige Zeitpunkt ist, sie diesem grossen Druck auszusetzen.»

Die Antwort auf diese rhetorische Frage gibt Spycher gleich selbst: nein. Optionen: Michael Heule von Thun? Ulysses Garcia, der ehemalige YB-Spieler, der bei Marseille diese Saison nur zweimal in der Startelf stand? Spycher sagt bei beiden nicht kategorisch nein.

Spycher kündigt Hochkaräter an

Und im Mittelfeld, wo man einen echten Chef vermisst? Oder in der Innenverteidigung, die sich als sehr anfällig erwiesen hat, mit der zweithöchsten Anzahl kassierter Tore nach Winterthur? Zuerst betont der oberste Sportverantwortliche, dass man nicht nochmals einen Komplettumbruch mit zehn Neuzugängen wolle wie im Sommer. «Wir wollen diesem Team Zeit geben, um zusammenzuwachsen. Aber wir schauen, was der Markt bietet. Wenn wir ein Element finden, bei dem wir den Eindruck haben, dass es uns weiterhelfen kann, werden wir vielleicht auch dort tätig werden.»

Spycher spricht von zwei, drei Transfers. Es sollen Hochkaräter sein. Fertige Spieler. Denn die Mission ist in Anbetracht des grossen YB-Rückstands schwierig. Sehr schwierig. Und da sprechen wir nicht vom Meistertitel. Sondern «nur» von Europa und Platz drei.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
FC Sion
18
4
27
7
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
8
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
0
21
10
Servette FC
Servette FC
18
-6
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-27
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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