Darum gehts
- Kaio Eduardo überzeugt beim 4:3-Testspielsieg gegen Slavia Prag mit Tor
- Er darf trotz Rotsperre am 18. Januar gegen Sion spielen
- FCB hat sieben Nicht-EU-Spieler, aber nur fünf dürfen gleichzeitig spielen
Es sind 45 Minuten, die zeigen, warum viele FCB-Fans sich schon länger einen Einsatz von Kaio Eduardo (20) wünschen. Beim 4:3-Testspielsieg gegen Slavia Prag glänzt der Brasilianer in der zweiten Halbzeit mit einem Tor und einer Vorlage. Vor allem vor dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 lässt der Stürmer mit seiner technisch feinen Ballbehandlung sein grosses Potenzial aufblitzen.
Doch warum hat FCB-Trainer Ludovic Magnin (46) sein Offensiv-Juwel in dieser Saison noch fast nie ausgepackt? Trotz der schwachen Auftritte seiner Sturmkonkurrenten schaffte Kaio Eduardo zuletzt im Oktober den Sprung ins Kader. Seinen einzigen Super-League-Einsatz hatte er im August gegen Lugano (1:3).
Trotz Rotsperre spielberechtigt
Einige Fans waren zuletzt fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Kaio Eduardo aufgrund einer Rotsperre aussetzen muss. Anfang November war der Stürmer in der Promotion League wegen einer Tätlichkeit vom Platz geflogen und kassierte eine Sperre von vier Partien. Zwei davon hat er in der U21 bislang abgesessen.
Zum Basler Rückrundenstart am 18. Januar zu Hause gegen Sion wäre der Brasilianer aber spielberechtigt. Zwar gilt Kaio Eduardos Sperre für sämtliche Wettbewerbe, solange die Promotion League aber pausiert, dürfte er in der Super League eingesetzt werden. Erst wenn die U21 den Meisterschaftsbetrieb wieder aufnimmt, gilt die Sperre wieder – so schreibt es das SFV-Reglement vor.
Dass der Stürmer aber wohl auch das Heimspiel gegen die Walliser von der Tribüne aus verfolgen dürfte, hat einen anderen reglementarischen Grund. Laut SFL-Bestimmungen dürfen in der Super League maximal fünf Nicht-EU-Ausländer gleichzeitig auf dem Platz stehen. Mit Keigo Tsunemoto (Japan), Jonas Adjetey (Ghana), Metinho (Brasilien), Bénie Traoré (Elfenbeinküste), Andrej Bacanin (Serbien) und Philip Otele (Nigerianer) hat der FCB neben Kaio Eduardo aber sechs weitere Spieler im Kader, auf die dieses Kriterium zutrifft – und die inzwischen alle eine zentrale Rolle innehaben.
Magnin hätte Stürmer gerne zu Lausanne geholt
«Wir müssen dadurch immer genau darüber nachdenken, wie wir aufstellen und wechseln. Ich möchte lieber nicht 0:3-Forfait verlieren», erklärt Magnin. Dass der FCB-Trainer aber einiges von seinem «Strassenfussballer» hält, hatte er schon vor einigen Wochen durchblicken lassen. «Er ist mir aufgefallen, als er in der letzten Saison von Basel nach Vaduz ausgeliehen war. Ich hätte ihn damals gerne zu Lausanne geholt», so Magnin.
Um beim FCB aber voll durchzustarten, würde Kaio Eduardo noch etwas Zeit benötigen. «Eine Entwicklung ist da. Aber im taktischen Bereich noch Luft nach oben. Auch dass er kein Englisch spricht, macht vieles etwas schwieriger», erklärt Magnin. Früher oder später dürfte der Stürmer aber dennoch seine Chance bekommen. Sei es, weil mit Philp Otele ein Nicht-EU-Ausländer den FCB noch verlassen könnte. Oder weil in der Europa League sechs statt wie nur fünf eingesetzt werden dürfen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 19 | 16 | 40 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 19 | 5 | 33 | |
4 | FC Basel | 19 | 8 | 32 | |
5 | BSC Young Boys | 19 | 0 | 29 | |
6 | FC Sion | 18 | 4 | 27 | |
7 | FC Zürich | 19 | -7 | 24 | |
8 | FC Luzern | 19 | 0 | 21 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 18 | 0 | 21 | |
10 | Servette FC | 18 | -6 | 20 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 19 | -9 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 18 | -27 | 10 |

