Kann man jetzt mit zwei Promille in Genf spielen?
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Lauper zur «Fast-Meisterfeier»:Kann man jetzt mit zwei Promille in Genf spielen?

Joël Magnin ist der erste Interimscoach, der Meister wird
«Ich kann den Spielern doch nicht sagen, in Adiletten zu spielen»

Also wenn das nicht eine komfortable Ausgangslage ist! Man hat noch zwei Spiele. Darf beide verlieren – und wird dennoch Meister. Deshalb muss YB-Trainer Joël Magnin dem Badelatschen-Groove entgegenwirken.
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Cheftrainer Joël Magnin, der erste Interimscoach, der Meister werden wird, ganz konzentriert im Spiel gegen St. Gallen.
Foto: Claudio Thoma/freshfocus
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Alain KunzReporter Fussball

Es ist vollbracht. Also quasi. «Fast vollbracht», nennt es Joël Magnin. Der Interimstrainer, der die Mission Titelverteidigung zu Ende gebracht hat. Zwei Spiele ausstehend. Sechs Punkte Vorsprung mit einem um 19 Tore besseren Torverhältnis als Lugano. Da brennt nichts mehr an. «Aber wir haben noch nichts in der Hand», sagt Magnin. «Wir haben wohl beide Hände am Kübel. Aber wir können ihn noch nicht hochstemmen.»

Public Viewing, Freinacht und grosser Empfang

Der Deckel soll nun am Pfingstmontag draufkommen. Mit einem eigenen Punkt gegen Servette. Oder bei einer eigenen Niederlage mit einem Punktverlust von Lugano in Zürich gegen den FCZ. Und dann würde es offiziell zur grossen Meistersause kommen. Heisst: Das aus Genf zurückkommende Team wird im Wankdorf empfangen und von den Fans gefeiert. Diese dürften zahlreich anwesend sein, denn im Stadion findet ein Public Viewing des Spiels statt. Und danach ist Freinacht in Bern! So wie das immer automatisch passiert, wenn ein Team aus der Bundes-Hauptstadt entweder im Fussball oder Eishockey Schweizer Meister wird.

Magnin völlig losgelöst

Aber schon jetzt spürt man natürlich auch bei den Spielern, dass alles ein bisschen anders ist als nach einem «normalen» Sieg. Die Jubelorgien sind ausgeprägter als sonst, Freudentänze inklusive. Standing Ovations gibts sonst auch nicht. Auch nicht, dass die Ostkurve «Schwiizermaischter Bee Ess Zee» singt.

«Auch in der Kabine war die Stimmung anders als sonst», erklärt Magnin, der Meistermacher. Wie genau? «Es war alles ein bisschen lauter und ausgelassener.» Irgendwie sei es natürlich eine komische Situation. Man weiss, man ist Meister. Aber man kann es noch nicht rauslassen. «Und ich kann meiner Mannschaft ja auch nicht sagen, okay, wir treten im Stade de Genève nun in Adiletten an …» Auch der Neuenburger ist an diesem Abend natürlich völlig relaxed.

YB hat grosse Erfahrung mit Kehrauspartien

Zudem, so Magnin, gehe es dabei auch um den Fair-Play-Gedanken, die Meisterschaft nicht zu verfälschen. Bis zur allerletzten Sekunde. Hat YB das jemals getan in den letzten Jahren, fragt der Mann, der mit einem kurzen Unterbruch von 2019 bis 2021 seit 2007 ununterbrochen für die Berner tätig ist, rhetorisch? Natürlich nicht. Und Erfahrung damit hatten die Berner, die zwei Meistertitel schon in der 29. Runde bejubeln konnten, weiss Gott genug, Kehrauspartien sauber zu Ende zu bringen.

Magnin ist ein Novum ...

Stellt sich zum Schluss nur noch eine Frage. Hat jemals ein Interimstrainer ein Team zur Meisterschaft geführt? Die Antwort: Nein! Mindestens nicht, wenn man sechzig Jahre zurückgeht bis in die Saison 1963/64, als ein gewisser Henri Skiba den FC La Chaux-de-Fonds als Spielertrainer zum dritten Meistertitel führte. Das waren noch Zeiten …

... und er hat nun Wicky überholt

Und mit dem Sieg gegen St. Gallen hat Magnin noch einen kleinen statistischen Schönheitsfehler behoben. Er kommt nun auf einen Schnitt von genau zwei Punkten pro Spiel. Sein entlassener Vorgänger Raphael Wicky lag da bei 1,96. Nicht vergessen: Der Oberwalliser lag ja auch an der Spitze, als er gehen musste.

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25
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17
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23
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