Die FCZ-Spieler wissen, bei wem sie sich nach dem 2:1-Sieg im 293. Zürcher Derby gegen GC zu bedanken haben. «Ja, es kamen viele auf mich zu und sagten, es sei ein geiler ‹Save› gewesen», so Silas Huber nach dem Spiel. Die Glanzparade des FCZ-Keepers in der 27. Minute beim Schuss von Jonathan Asp Jensen legt den Grundstein, dass der FCZ am Ende den Platz als Sieger verlässt. «Für solche Momente trainiere und spiele ich. Es ist ein Riesengefühl.»
Huber hat wie das ganze Team keine einfachen Tage hinter sich. Der desolate Auftritt beim 1:4 gegen Luzern vor einer Woche wirkte nach. Eine «grusige Woche» nennt es Huber, der dabei bei einem Gegentor schlecht aussah. «Nicht wegen des Fehlers, sondern wegen der vier Gegentore.» Hubers Reaktion ist aber eindrücklich. Im Derby bleibt er ohne Fehl und Tadel und ist der beste Mann auf dem Platz.
«Der ‹Big Save› ist das eine, das andere ist die Ausstrahlung und die Stabilität, die er schon verleiht, obwohl er noch jung ist und noch nicht so viele Spiele gemacht hat», sagt Trainer Dennis Hediger über seine neue Nummer 1. Er habe schon mehrfach erwähnt, dass Huber ein internationales Profil habe. «Schön, dass er auch einmal ein Spiel für uns gewinnen konnte.»
Huber bleibt cool
Erst seit Anfang Februar steht der gebürtige Aargauer beim FCZ zwischen den Pfosten, als Hediger sich entschied, anstatt auf den langjährigen Captain Yanick Brecher auf den Schweizer U21-Natigoalie zu setzen. Und trotz der schwierigen sportlichen Situation ist der 1,95 m grosse Hüne der Aufgabe gewachsen. Auch in der hektischen Schlussphase nach dem Anschlusstreffer der Hoppers in der 81. Minute bleibt Huber cool. «Wichtig ist in solchen Phasen, dass man Boxpräsenz zeigt, das habe ich bei drei, vier Flanken meiner Meinung nach gut geschafft.»
Der FCZ rettet den Sieg über die Zeit und hat den Vorsprung in der Tabelle auf den auf dem Barrageplatz kassierten Stadtrivalen auf zehn Punkte ausgebaut. «Das war sehr wichtig.» Doch Huber will mehr, für ihn sind die Top 6 nach wie vor das Ziel. «Wenn wir jetzt eine Serie beginnen, können wir nach oben schauen.»
Zeigt Huber weitere solche Paraden wie bei Asp Jensens Geschoss, ist das kein Ding der Unmöglichkeit.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 26 | 19 | 47 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Zürich | 26 | -11 | 31 | |
8 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
10 | Servette FC | 26 | -7 | 28 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 26 | -13 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |

