«Inakzeptabel und verletzend»
Liga-Boss Studhalter wehrt sich im Luzerner Stadion-Zoff

Liga-Boss Philipp Studhalter holt im Streit ums Stadion des FC Luzern zum Gegenschlag aus. Er habe immer im Interesse des Klubs gehandelt, sagt der ehemalige FCL-Präsident.
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Der FC Luzern streitet mit Aktionär Bernhard Alpstaeg um die Besitzverhältnisse.
Foto: keystone-sda.ch

Es ist die zentrale Frage im Luzerner Stadion-Zoff: Wurden die Stadt Luzern und der FCL 2019 beim Verkauf des Stadions an Bernhard Alpstaeg (77) um ihr Vorkaufsrecht gebracht? 

Einer der Vorwürfe der heutigen Klub-Bosse: Der damalige FCL-Präsident und Anwalt Philipp Studhalter (47) soll mitgeholfen haben, dass Alpstaeg mit dem Kauf der Antoga AG 60 Prozent der Stadionaktien erwerben konnte. Damit habe Studhalter die Interessen seines ehemaligen Mandanten über jene des Klubs gestellt.

Nun wehrt sich Studhalter in einem Interview mit Nau.ch gegen die Vorwürfe. «Das ist inakzeptabel. Mir ist es immer darum gegangen, dass der FCL weiterkommt und grösser wird. Jetzt von unhaltbaren strafrechtlichen Vorwürfen gegen mich zu hören, verletzt mich sehr», sagt der heutige Liga-Boss Studhalter. 

Wollte der FCL die Stadion-Mehrheit gar nie?

Er erklärt: «Ich habe den Verwaltungsrat mit einer E-Mail am 10. September 2019 umfassend informiert. Dieser E-Mail, die an alle ging, war der Stadtrat-Beschluss beigefügt, in dem erwähnt wurde, dass Bernhard Alpstaeg somit die Mehrheit am Stadion hält.»

Mit FCL-Mehrheitsaktionär Alpstaeg ging der Verkauf an eine dem Klub «ideell oder wirtschaftlich nahestehende Person», so Studhalter. Dadurch sei das Vorkaufsrecht aus seiner Sicht ausgeschlossen. Auf diese Argumentation habe er aus dem FCL-Verwaltungsrat nichts mehr gehört. «Weil es neben der vertraglichen Situation eben auch gar nie ein Interesse war, dass die FCL Holding AG diese 60 Prozent der Stadion Luzern AG erwirbt.»

Studhalter schlägt zurück

Studhalter holt nun zum juristischen Gegenschlag aus, insbesondere gegen FCL-VR-Mitglied Ursula Engelberger. «Ich wurde von Ursula Engelberger stark und wider besseres Wissen öffentlich angegriffen», sagt er. «Dabei hatte sie an der Generalversammlung im Dezember 2022 noch behauptet, dass es gegen mich keine Vorwürfe gäbe. Es gibt kein Strafverfahren gegen mich. Mit ihren rufschädigenden Aussagen wurde am vergangenen Mittwoch eine Grenze überschritten. Ich werde mich gegen die Aussagen von Ursula Engelberger wehren, und zwar aufsichtsrechtlich und strafrechtlich.»

Der schier endlosen Geschichte um die Besitzverhältnisse am Stadion und dem FCL wird also ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Allen Wirren um seine Person zum Trotz will sich Studhalter im November aber wieder als Liga-Boss zur Wahl stellen. (cmü)

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