Vor einer Woche gab der FCZ in St. Gallen noch eine Führung aus der Hand. Am 1. August, am Jubiläumstag zum 130-jährigen Bestehen ist alles anders. Da stimmt alles. Von der beeindruckenden Choreografie der Südkurve bis hin zum Resultat.
Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. Das weiss auch Trainer Marcel Koller (65). «Die erste Halbzeit war nicht optimal gespielt. Servette hatte zwar nicht viele Tormöglichkeiten, aber mehr Ballbesitz und auch die nötige Ruhe am Ball. Bei uns war es manchmal etwas hektisch, wir haben den Ball zu früh verloren.»
Geschenk von Servette-Goalie Gertmonas
Eine Statistik unterstreicht die Genfer Überlegenheit in der ersten Halbzeit: Nach gut 20 Minuten hatte Servette bereits neun Ballberührungen im FCZ-Strafraum. Die Zürcher kamen auf der Gegenseite gerade einmal auf eine einzige. Umso dankbarer nimmt der FCZ die Schützenhilfe von Servette-Goalie Edvinas Gertmonas (30) an. Mit der Führung im Rücken geht es in die Pause – doch lobende Worte gibt es von Koller nicht. «Ich musste ein bisschen lauter werden, damit alle wach werden», verrät er an der Pressekonferenz.
Dabei müsse man laut Koller auch die äusseren Umstände berücksichtigen. Bei den hohen Temperaturen sei es nicht einfach, sofort den Rhythmus zu finden. Es brauche dann Antrieb, Motivation und das Bewusstsein dafür, was in solchen Situationen gefragt sei, wenn es spielerisch noch nicht rundlaufe. «Deshalb hilft es manchmal, in der Kabine etwas lauter zu werden und die Spieler wachzurütteln», so Koller.
Das meint Kamberi zum Sieg
Und tatsächlich zeigen die Worte Wirkung. Der FCZ kommt deutlich besser aus der Kabine und hätte durch Bledian Krasniqi (25) kurz nach Wiederanpfiff die Partie vorentscheiden können. Stattdessen bleibt Servette im Spiel. Nach dem Hydration-Break übernehmen die Genfer zunehmend das Kommando und drücken auf den Ausgleich.
Bis Koller sein goldenes Händchen beweist: Mit Kevin Spadanuda und Mohamed Bangoura bringt er zwei neue Kräfte – und nur eine Minute später sorgen genau diese beiden für das 2:0. Nach dem Genfer Anschlusstreffer müssen die Zürcher zwar nochmals zittern. Am Ende bleiben die drei Punkte aber im Letzigrund. Ob der Sieg verdient ist? Captain Lindrit Kamberi (26) hat darauf eine klare Antwort: «Wenn man drei Punkte holt, ist der Sieg verdient.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 2 | 8 | 6 | |
2 | FC Lausanne-Sport | 2 | 1 | 4 | |
3 | FC Lugano | 1 | 1 | 3 | |
4 | FC St. Gallen 1:2 | 2 | 0 | 3 | |
5 | FC Vaduz 2:1 | 2 | 0 | 3 | |
6 | FC Zürich | 2 | 0 | 3 | |
7 | FC Basel | 2 | 0 | 3 | |
8 | FC Thun | 2 | -4 | 3 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
10 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
11 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 | |
11 | Servette FC | 2 | -2 | 0 |

