Hoi, ich bin Moi!
Darum ist FCB-Elyounoussi ein Deutsch-Genie

Erst seit einem halben Jahr ist Mohamed Elyounoussi in Basel. Trotzdem versteht er bereits perfekt Deutsch. Sein Lehrer war ein japanischer Comic-Held.
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Schöne Aussichten: Mohamed Elyounoussi ist in Basel bestens angekommen.
Foto: Toto Marti
Michael Wegmann aus Marbella

Er habe den X-Faktor, das gewisse Etwas, das manchen Spielern fehlt, sagte Norwegens Legende Ole Gunnar Solskjaer über Mohamed Elyounoussi (22). Solskjaer war sein Trainer bei Molde. Auch in Basel schwärmen alle vom Mittelfeldspieler. «Moi ist intelligent, sympathisch und offen», sagt Sportchef Georg Heitz.

Als BLICK den norwegischen Nati-Spieler in Marbella auf ein paar Tapas trifft, bittet dieser, die Fragen auf Deutsch zu stellen. «Ich will die Sprache lernen», sagt er. Warum nennen Sie alle Moi? «Als wir als Kinder Fussball spielten, war es meinen Freunden zu mühsam, Mohamed zu rufen, also haben sie mir den kurzen Übernamen verpasst.»

Geboren ist Elyounoussi in Marokko, als Zweijähriger zog er mit seiner Familie nach Norwegen. «Marokko ist meine Heimat und in Norwegen leben alle meine Freunde und meine Familie. Ich bin ein Familienmensch.» Seit einem halben Jahr lebt er nun in Basel – zusammen mit Freundin Natasha (20). «Sie macht ein Fernstudium übers Internet und sorgt sich nebenbei um mich», sagt das Supertalent und lacht.

Zusammen besuchen sie einen Deutschkurs. Nur weshalb? Bis auf das Wort «Hoi» hat Moi jedes Wort verstanden. Ist der Norweger ein Sprachen-Genie? «Nein! Das ist eine lustige Geschichte: Ich habe schon als Kind Deutsch gelernt, vor dem TV. Mein Lieblings-Comic kam nur auf RTL. Erst habe ich nichts verstanden, mit der Zeit mehr und am Ende alles.» Elyounoussis Deutschlehrer war Captain Tsubasa. Ein japanischer Comic-Held, der Fussball spielt. Dennoch versteht Elyounoussi nicht jedes Wort von Trainer Urs Fischer. «Er spricht ja diesen speziellen Zürcher Dialekt ...»

Dass der Cousin von Piräus-Profi Tarik Elyounoussi in der Schweiz gelandet ist, hat mit dem Ruf des FCB zu tun. Elyounoussi: «Basel ist dafür bekannt, dass er die Spieler besser macht. Und ich will besser werden.» Vor allem im Abschluss. «Da habe ich noch viel Luft nach oben. Mit meinen drei Toren bin ich gar nicht zufrieden.» Heitz: «Moi sorgt in den Spielen für Unterhaltung und wird immer stärker. Bei Molde hatte er eine super Torquote. Wir hoffen, dass er bei uns da noch ein wenig zulegt.»

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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