«Wenn ich die Chance zu einem Tor habe, mache ich dieses mit Vergnügen»
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Nsame vor Belgrad-Kracher:«Ich werde die Torchancen mit Vergnügen verwerten»

Hoarau fehlt im Belgrad-Spiel!
Trifft Nsame am Mittwoch zum ersten Mal europäisch?

Zweimal hätte Jean-Pierre Nsame für Guillaume Hoarau international in die Bresche springen sollen. Zweimal traf er nicht. Sind aller guten Dinge drei?
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Guillaume Hoarau wird gegen Roter Stern nicht von Beginn weg auflaufen können.
Foto: keystone-sda.ch
Alain Kunz

Hoarau verliert den Wettkampf gegen die Zeit. Nach dem Forfait für das Cupspiel am Freitag bei Etoile Carouge wegen der Oberschenkelverletzung ist klar: Es reicht nicht für Mittwoch für den Mann, der YB letzte Saison mit zwei Toren in Zagreb in die Champions League geschossen hat. Allenfalls für die Bank. Doch auch das ist unwahrscheinlich.

Und so heisst die YB-Hoffnung Jean-Pierre Nsame. Der Mann, der in der Liga in vier Spielen vier Tore gemacht hat. Der bisher als Superjoker von YB traf und trifft. Der die Berner 2018 gegen Luzern zum Titel schoss. Bei jedem Schweizer Klub wäre der Kameruner immer gesetzt gewesen. Bei YB nicht. Bis zu dieser Saison.

Ein Problem hatte er mit dieser Rolle nie. «Guillaume ist mein grosser Bruder, er ist die Nummer eins im Sturm. Ich profitiere enorm von ihm.» Dass es «Schämpu» damit ernst ist, zeigt, dass er seinen Vertrag vor drei Wochen vorzeitig bis 2023 verlängert hat. Trotz eines Angebots von Frosinone.

Allerdings: Tore schiesst Nsame meistens, wenn Hoarau nicht spielt. Zwei gegen Lugano, zwei in St. Gallen, als Hoarau fehlt. MIT Hoarau traf Nsame in den beiden ersten Partien nicht.

International aber hat Nsame noch gar nie getroffen. So als er den verletzten Franzosen bei ZSKA Moskau in der Champions-League-Qualifikation vor zwei Jahren vertrat: 0:2. Nsames Erinnerung: «Dieses Spiel war eine Lehrstunde. Es zeigte uns, dass es wohl besser war, noch eine Saison in der Europa League zu spielen. Ich denke heute, dass diese Erfahrung für die Qualifikation letzte Saison ganz wichtig war.»

Und auch bei Manchester United im November 2018 musste Nsame für Hoarau ran, als YB die letzte Chance im Rennen ums Weiterkommen in der Königsklasse hatte. Die Berner verloren in der Nachspielzeit 0:1.

Und nun also Roter Stern Belgrad. «Wir müssen demütig sein. Wir haben es in Zagreb dank des Kollektivs geschafft. Das wird auch diesmal entscheidend sein.»

Alle YB-Fans hoffen auf das erste Europa-Tor von Nsame. Seine 35 Treffer in 90 Spielen stammen alle aus Meisterschaft und Cup. Irgendwann wird Nsame international treffen. Warum nicht am Mittwoch? «Alle Momente sind gut», sagt der Mann mit der tiefen Stimme. «Das Toreschiessen darf auch für einen Stürmer nie zu einer Obsession werden. Allerdings: Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich natürlich schon versuchen zu treffen...»

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Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
32
36
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
32
24
59
3
FC Lugano
FC Lugano
32
11
54
4
FC Basel
FC Basel
32
8
53
5
FC Sion
FC Sion
32
13
49
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
32
5
47
7
FC Luzern
FC Luzern
32
3
39
8
Servette FC
Servette FC
32
0
39
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
32
-7
39
10
FC Zürich
FC Zürich
32
-17
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
32
-27
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
32
-49
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