«Habe die pfeifenden YB-Fans verstummen lassen»
FCB-Held Boetius erinnert sich an letzten Erfolg gegen YB

2016 konnte der FC Basel zum letzten Mal ein Auswärtsspiel gegen YB gewinnen. Doppeltorschütze Jean-Paul Boëtius (32) denkt gerne an das Spiel im Wankdorf zurück – und würde gerne noch einmal für den FCB auflaufen.
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Jean-Paul Boëtius erzielt gegen YB seinen einzigen Doppelpack im FCB-Trikot.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der FCB hat seit 3750 Tagen keinen Auswärtssieg gegen YB errungen
  • Jean-Paul Boëtius war 2016 der Held beim letzten Sieg in Bern
  • Boëtius gewinnt Kampf gegen Krebs, ist seit Sommer 2026 ohne Klub
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Lucas WerderReporter Fussball

Es ist schon eine Weile her. 3750 Tage, um genau zu sein. Das sind über zehn Jahre, die der FCB auf einen Auswärtssieg in Bern wartet. 22 Mal sind die Basler inzwischen in Meisterschaft und Cup im Wankdorf gegen YB angetreten, ohne eine Partie für sich zu entscheiden.

Den letzten Sieg gab es am 22. Mai 2016, als der FCB am zweitletzten Spieltag der Saison einen 3:2-Erfolg einfahren konnte. Der grosse Basler Held damals: Doppeltorschütze Jean-Paul Boëtius (32). «Eine solche Durststrecke wäre damals undenkbar gewesen», sagt der Holländer, als ihn Blick am Telefon erreicht. «Wir waren das klar stärkste Team in der Schweiz. Es gab keinen Zweifel daran, dass wir Meisterschaft und Cup gewinnen würden.»

An das Spiel kann sich Boëtius noch gut erinnern. «Es war ein richtig heisser Tag», so der Mittelfeldspieler. Damals noch im «Stade de Suisse» geht sein Team schon nach zehn Minuten durch Captain Matias Delgado in Führung. Kurz darauf muss der FCB allerdings einen Rückschlag hinnehmen. Ex-YB-Flügel Renato Steffen muss schon in der Startphase verletzt vom Platz. «Die Berner Fans haben ihn ausgepfiffen», erzählt Boëtius. Für Steffen kommt Davide Callà ins Spiel, womit Trainer Urs Fischer ein goldenes Händchen beweist. Denn der heutige Nati-Assistent bereitet noch vor der Pause zwei weitere Basler Tore vor. Zweimal heisst der Torschütze Jean-Paul Boëtius. «Damit habe ich die pfeifenden YB-Fans verstummen lassen», erinnert sich dieser.

Doch nicht nur an den Auswärtssieg in Bern denkt Boëtius gerne zurück. «Ich liebe den FCB noch immer. Wir hatten damals eine unglaubliche Zeit. Ich habe mich von den Fans immer sehr geliebt gefühlt», sagt er über die eineinhalb Jahre in Basel. «Zu ehemaligen Teamkollegen wie Manuel Akanji, Breel Embolo oder Philipp Degen habe ich immer noch ab und zu Kontakt.»

Erst Bundesliga, dann Krebsdiagnose

Weil er in seinem zweiten Jahr unter Fischer nur noch eine Nebenrolle spielt, verlässt Boëtius den FCB im Januar 2017. Erst per Leihe zu Genk, danach endgültig zu Ex-Klub Feyenoord. Von dort geht es weiter in Richtung Deutschland, wo er für Mainz und Hertha Berlin insgesamt 143 Bundesliga-Partien bestreitet. Trotzdem behält er diese Zeit nicht nur in guter Erinnerung. Im Herbst 2022 wird bei ihm ein Hodentumor diagnostiziert. Nach einer Operation kehrt Boëtius zwar schnell wieder auf den Platz zurück, doch schon im Frühjahr 2024 folgt der nächste Schock. Die Krankheit hat sich in den Lymphknoten gestreut. Der Fussballprofi muss sich einer Chemotherapie unterziehen.

Heute hat Boëtius den Kampf gegen den Krebs für sich entschieden. «Ich fühle mich wunderbar. Die regelmässigen Checks fallen immer positiv aus», freut er sich. An seine erfolgreichen Jahre in der Bundesliga hat er aber nie mehr ganz anknüpfen können. Nach einem kurzen Engagement in der zweiten holländischen Liga ist Boëtius seit diesem Sommer ohne Klub. Er glaubt, dass seine Krebsdiagnose auf viele Vereine abschreckend wirken könnte. «Wenn sich ein Spieler verletzt, dann wissen Ärzte, was zu tun ist und wie lange man ausfällt. Aber wenn es um eine solche Krankheit geht, sind viele damit überfordert, wie man im Profifussball mit so etwas umzugehen hat», so Boëtius.

«Stehe immer bereit für den FCB»

Blick will vom Ex-FCB-Profi wissen, ob er sich auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber eine Rückkehr in die Schweiz vorstellen könne. «Aber sicher. Ich bin bei 100 Prozent und kann für einen Klub noch immer wertvoll sein. Mit 32 ist man noch nicht so alt. Das hat Xherdan Shaqiri bewiesen, der sogar noch ein paar Jahre älter ist», ist Boëtius überzeugt. Am liebsten hätte er natürlich, dass sich der FCB noch einmal bei ihm meldet. «Ich kenne ja immer noch ein paar Leute im Klub. Wenn sie etwas Erfahrung auf dem Platz benötigen, können sie mich anrufen. Ich stehe für den FCB immer bereit», sagt er.

Vom Profil her dürfte Boëtius zwar nicht ganz in die aktuelle Transferpolitik der Basler passen. Dafür weiss er ganz genau, wie man auswärts gegen YB gewinnt.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
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4
10
10
2
FC Lugano
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3
9
9
3
FC Basel
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4
3
9
4
FC St. Gallen
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3
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FC Sion
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3
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6
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FC Lausanne-Sport
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Servette FC
Servette FC
3
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3
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3
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FC Vaduz
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