Einmal mehr hat Lugano seine Muskeln in dieser Saison spielen lassen. Die Tessiner gehen nach dem 4:0-Sieg gegen Lausanne ungeschlagen in die lange Nati-Pause. 8 Siege und ein Unentschieden gegen YB stehen zu Buche. Blickt man auf die Statistiken, sieht man schnell, warum Lugano die Tabelle anführt und Lausanne das Schlusslicht ist.
Ungeheure Passstatistik
Lugano spielt die meisten Pässe in der Liga. Im Schnitt sind es 591,78 Zuspiele pro Partie – das ist einsame Spitze. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Zahl: Lugano weist auch die höchste Passgenauigkeit aus. 85,6 Prozent aller Zuspiele landen auch bei einem Mitspieler. Gegen Lausanne schrauben sie diese Zahl noch weiter nach oben. 91,21 Prozent aller gespielten Bälle kommen an. Das, obwohl die Bianconeri 808 Pässe spielen! Es muss natürlich erwähnt werden, dass die Waadtländer ab der 50. Minute in Überzahl gespielt haben und so mehr Räume vorgefunden haben, trotzdem ist die Statistik ungeheuerlich. Lausanne spielt übrigens unterdurchschnittlich wenige Pässe. Am Ende sind es 339, bei einer Genauigkeit von 77,87 Prozent.
Viel Ballbesitz heisst weniger Pressing
Bereits vor der Roten Karte hat Lugano deutlich mehr den Ball als der Gegner. Beim Schlusspfiff summiert sich der Ballbesitz auf 70 Prozent. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, dass Lausanne mehr Pressingaktionen hat als Lugano (189 zu 116). Allerdings sind viele Versuche der Waadtländer gescheitert (47 Ballgewinne nach Pressing), die Tessiner waren prozentual deutlich erfolgreicher mit ihren Aktionen (40 Ballgewinne nach Pressing). Betrachtet man die Heatmap, sieht man, dass die Spieler von Trainer Mattia Croci-Torti zum einen auf dem ganzen Feld Druck auf den Ballführenden ausüben und das andererseits mit einer höheren Intensität. Es ist ersichtlich, dass die Lausanner hinten reingedrückt wurden. Einzig auf dem rechten Flügel wurde von Brandon Soppy und Étienne Youté Kinkoué regelmässig und intensiv gepresst.
Schüsse, Schüsse, Schüsse
Die Bianconeri ballern aus allen Lagen. 22 Schüsse geben die Tessiner insgesamt ab. Alle zusammen haben einen Expected-Goals-Wert (xG) von 2,07. Allerdings dürfte Croci-Torti mit einem Aspekt dieser Statistik unzufrieden sein: die Genauigkeit. Von den 22 Schüssen gehen nur sechs aufs Tor – die totale Tessiner-Effizienz. Bezeichnend dafür ist, dass Innenverteidiger Hannes Delcroix einen Hattrick erzielt. Er ist erst der zweite Abwehrspieler in der Super-League-Geschichte überhaupt, dem das gelingt. Damit katapultiert sich Delcroix auch in der Torjäger-Liste nach oben. Der Haitianer hat in dieser Saison gleich viele Tore erzielt wie Yanis Cimignani, Elias Pihlström und Dereck Moncada – nämlich drei.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |



