Geht er oder bleibt er?
Das steckt hinter dem Stergiou-Rätsel

Leonidas Stergiou (20) ist das heisseste Eisen im Transferfeuer der St.Galler. Was dessen Berater Milos Malenovic sagt. Und wie hoch Stergious Preisschild sein dürfte.
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Sass zum Saisonstart oft auf der Bank: Leonidas Stergiou.
Foto: PIUS KOLLER
Stefan Kreis

Peter Zeidler ist ein alter Fuchs, seit fast vierzig Jahren im Fussballgeschäft. Der Mann weiss, wie der Transfermarkt funktioniert. Und deshalb ist seine Aussage drei Wochen vor Transferschluss mit Vorsicht zu geniessen. «Stergiou bleibt bei uns», sagte der 60-Jährige vor dem 4:1-Sieg gegen den FCL. Und er lässt seinen Innenverteidiger zum ersten Mal seit dem Saisonstart gegen Servette von Beginn an laufen. Damals spielte Stergiou als rechter Aussenverteidiger, nicht unbedingt seine Lieblingsposition. Zur Pause muss der Nati-Spieler raus, dann liess ihn Zeidler schmoren.

Weil Stergiou in Gedanken bereits im Ausland weilt? Es ist kein Geheimnis, dass vor allem Klubs aus Italien um den jungen Mann aus Wattwil SG buhlen. Wer mit 20 Jahren auf einer zentralen Position schon 119 Profi-Einsätze absolvierte, ist begehrt. Dass Stergiou den FCSG irgendwann verlassen wird, steht so gut wie fest. Die Frage ist, wann.

Wechsel nur eine Frage der Zeit

Sieht auch dessen Berater Milos Malenovic so: «Dass er irgendwann wechseln wird, ist klar. Sehr, sehr grosse Vereine beobachten ihn.» Bei einem Wechsel müsse aber alles stimmen. «Leonidas ist ein eigener Junger, St.Gallen ist sein Herzensklub, der Spielstil gefällt ihm, er fühlt sich sehr wohl. Wenn aber ein Angebot kommt, das für den FC St.Gallen zufriedenstellend ist und auch für den Spieler stimmt, dann wird es zu einem Transfer kommen. Das kann jederzeit passieren.»

Zwischen drei und vier Millionen dürften die Ostschweizer für ihr Juwel verlangen, Zahlen nennt die Crew um Boss Matthias Hüppi und Alain Sutter grundsätzlich aber nie. Beim FCSG hat Stergiou noch einen Vertrag bis Juni 2024.

Ob der Innenverteidiger nächsten Sonntag im Cupspiel gegen Rorschach noch mit dabei sein wird? Dann gehts im Cup gegen den interregionalen Zweitligisten. Im Espenmoos. An einem Ort, mit dem der St.Galler Stergiou seine Kindheitserinnerungen verbindet. Und wo aus dem FCSG sein Herzensklub wurde.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
20
18
43
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
20
8
33
5
FC Sion
FC Sion
20
6
31
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
20
-7
25
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
20
-7
21
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
20
-11
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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