Geheimtreffen wohl ohne Erfolg
Lausanne-Zeqiri ist zu teuer für Basel

Zwar ruht der Ball in Corona-Zeiten, hinter den Kulissen aber laufen die Drähte noch immer heiss. Lausannes Top-Stürmer Andi Zeqiri beispielsweise ist begehrter als ein Glacé im Hochsommer.
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Hat 91 Pflichtspiele für Lausanne absolviert und 53 Tore erzielt: Andi Zeqiri.
Foto: Getty Images
Stefan Kreis

Monatelang freut sich Lausanne Andi Zeqiri auf den Cup-Viertelfinal gegen den grossen FCB, dann legt Corona den kompletten Fussball lahm. Seit drei Wochen wird nicht mehr gekickt, für einen wie Zeqiri, der für den Fussball lebt und jeden Tag mit Ball absolviert, muss es die Hölle sein. Mit fünf tritt er dem FC Ecublens bei, zehn Jahre später debütiert er für Lausanne, er ist der jüngste Profi-Spieler in der 123-jährigen Geschichte des Vereins.

Mittlerweile ist Zeqiri 20 Jahre alt, hat aber schon fast 100 Profi-Spiele für Lausanne absolviert – und in jedem zweiten getroffen. Kein Wunder buhlt der FCB schon länger um den U21-Nati-Stürmer, der für die Schweiz in der laufenden EM-Quali in sieben Spielen schon sechs Tore erzielte. Im Dezember kams in einem Waadtländer Hotel zum Geheimtreffen zwischen FCB-Sportchef Ruedi Zbinden und dessen Beratern (BLICK berichtete), bei Lausanne hat Zeqiri, der ein grosser Bewunderer des FC Basel ist, noch einen Vertrag bis Juni 2021.

Dass er diesen erfüllt (und gar verlängert), ist derzeit aber wahrscheinlicher als ein Wechsel ans Rheinknie. Über fünf Millionen Franken beträgt der Marktwert Zeqiris mittlerweile, zuviel Holz für den FCB, der wegen des Coronavirus auf unsichere Zeiten zusteuert. Lausanne hingegen hat mit INEOS einen Milliarden-Konzern im Rücken, der wirtschaftlich zwar ebenfalls von der Krise betroffen sein wird, aber immer noch genügend Geld zur Verfügung haben wird, um Zeqiri langfristig zu binden.

Viel spricht deshalb dafür, dass Zeqiri den selben Weg macht, wie sein Lausanner Teamkollege Dan Ndoye. Der wechselt im Sommer zu Ineos-Partnerklub Nizza, spielt die Saison aber bei Lausanne zu Ende.

Zumindest wars so geplant, in Corona-Zeiten aber regiert die Unsicherheit.

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