VA Abrashi-Inti nach Remis in Basel
1:43
«Ich finde das geil»:GC-Captain Abrashi spricht über Pfiffe im Joggeli

FCB scheitert am Alu
GC holt trotz Goalie-Wechsel einen Punkt gegen Basel

Der FC Basel und die Grasshoppers teilen sich die Punkte. Der FCB scheitert zweimal an der Latte, während bei GC die Verletzungshexe zuschlägt.
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Basel und GC trennen sich mit einem Unentschieden.
Foto: Toto Marti

Die Schlüsselszene

Hätte Becir Omeragic in der zweiten Minute mit seinem wunderbaren Distanzschuss ein paar Zentimeter tiefer gezielt, der Ball wäre im Tor und nicht am Querbalken gelandet. Und das Spiel hätte eine ganz andere Richtung nehmen können. So aber bleibt der FCB seit Anfang August ohne Heimsieg und wird von den 23’000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Pfiffen in die Katakomben verabschiedet.

Das Spiel

Knapp über zwei Minuten sind gespielt, da bleibt den FCB-Fans der Jubel im Hals stecken. Ein Schuss von Becir Omeragic klatscht nur an die Latte. GC hat in den Startminuten Mühe mit dem Tempo der Basler und braucht knapp 15 Minuten, bis die Zürcher auch in der Partie angekommen sind. GC-Flügel Oscar Clemente scheitert mit seinem Schlenzer an Goalie Jonas Omlin. Auch die Ecke ist brandgefährlich, doch Omlin ist auch beim Kopfball von Young-jun Lee zur Stelle. Basel zeigt eine Reaktion drückt vor der Pause auf die Führung, doch ein Torerfolg will nicht gelingen.

Der FCB nimmt auch nach dem Seitenwechsel die Zügel in die Hand, doch GC verteidigt im Kollektiv und lässt wenig zu. Dann der Schreck: GC-Goalie Marvin Hübel verletzt sich und muss durch Justin Hammel ersetzt werden. Doch weil auch der Ersatzmann auf seinem Posten ist und ebenfalls Alu-Glück hat, bleibts beim torlosen 0:0.

Die Tore

Fehlanzeige!

Der Beste

Samuel Krasniqi. Nimmt mit dem Ball am Fuss ein unfassbares Tempo auf und sorgt für ordentlich Rabatz. Was noch fehlt: die Präzision im Abschluss.

Der Schlechteste

Flavius Daniliuc. Steht vorallem in der ersten Halbzeit komplett neben den Schuhen, fängt sich dann aber.

Das gab zu reden

Die Muttenzerkurve macht mobil gegen den zukünftigen Managing Director und Chief Communications & Club Media Officer Andreas Böni. Der war zuletzt Chefredaktor bei Blue Sport und arbeitete zuvor jahrelang für den Blick. «Ein Brandstifter als Feuerlöscher. Verzweifelt, wer einen Böni einstellen muss», steht auf dem Transparent.

Die Stimmen (gegenüber Blue)

Yannick Bettkober: «Es war ein hartes Spiel. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben. Wir wissen, was für eine Offensivpower Basel hat. Wir haben solide verteidigt. Wir haben mit dem Trainer viel im taktischen Bereich gearbeitet. Ich hoffe, dass das so weiter geht.»

Amir Abrashi: «Wir hätten den Sieg auch holen können. Mit einem Unentschieden in Basel können wir zufrieden sein. Mich macht stolz, wie wir mit und ohne Ball aufgetreten sind. Wir haben gut verteidigt und waren sehr organisiert. Wir haben das auch angeschaut. Wir müssen aber noch etwas sauberer werden. Wir haben vorne etwas schnell den Ball verloren. Unter Zeidler hatten wir Vollgas-Pressing gespielt. Jetzt ist das anders. Wir wollen von hinten aufbauen. Das will Janssen so. Wir müssen jetzt weitermachen. Wir gehen vorne nicht einfach blind drauf. Gegen Basel muss man immer aufpassen. Sie haben klasse Einzelspieler. Ich fühle mich aktuell sehr gut und bin fit wie schon lange nicht mehr. Es hängt aber mit vielen Dingen zusammen, mit der Vereinsführung, dem Trainer und, dass ich Vater wurde.»

Jonas Omlin: «Ich bin enttäuscht, dass wir die drei Punkte nicht holen konnten. Wir haben aber ein besseres Gesicht gezeigt. Wir müssen uns aus dieser Krise, wenn man es Krise nennen kann, herausarbeiten. Wir haben einen guten ersten Schritt gemacht, was die Mentalität angeht, doch wir sind noch immer am Anfang. Wir müssen jede Woche den nächsten Schritt machen. Es ist nicht schwierig im Training ein positives Mindset zu haben. Jetzt müssen wir das noch auf den Platz bringen. Es fehlt das Abschlussglück und ein bisschen die Kreativität um das Tor zu erzielen. Es ist schwierig, wenn man das Vertrauen nicht hat, auf den Platz zu treten. Man kann dann nur rennen und kämpfen, dazu braucht es kein Vertrauen. Wir müssen jede Woche nehmen, wie sie ist. Jedes Wochenende wird die Miete verlangt, man kann nicht einfach stoppen.»

Die Schiris

Dass Sandro Schärer der beste Schiedsrichter der Schweiz ist, steht ausser Frage. Hätte er gestern im Wankdorf gepfiffen, YB-Spieler Edimilson Fernandes hätte das Spiel wohl beendet.

Die Fans

Das Joggeli ist aktuell keine Festung, die letzten drei Heimspiele gingen verloren, das gabs in der Super-League-Geschichte der Bebbi noch nie. Insgesamt verloren die Basler gar sechs ihrer letzten acht Heimspiele. Das sind ebenso viele Heimpleiten wie in den 34 Partien zuvor. Trotzdem pilgern 23’100 Fans an diesem kalten Sonntagnachmittag in den St.-Jakob-Park. Für die Pausen-Unterhaltung sorgt der dreifache Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka, der ein paar Tennisbälle in die Zuschauerränge pfeffert.

So gehts weiter

Gruselgefahr am Samstag: An Halloween empfängt GC um 18 Uhr Aufsteiger Vaduz im Letzigrund zum Kellerduell. Einen Tag später tritt der FCB die Reise ins Tessin zum Leader Lugano an.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
11
7
22
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
11
-13
9
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
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