Darum gehts
- GC-Captain Amir Abrashi erinnert sich an seinen Assist im Cup-Halbfinal 2013
- Am Samstag spielt GC im Halbfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy
- GC steht auf Barrageplatz, Abrashi verlängert Vertrag um ein Jahr
«Und meinen Assist hast du vergessen», sagt GC-Captain Amir Abrashi lachend zu einem Journalisten, als dieser vom letzten Cup-Halbfinal der Grasshoppers spricht. «Wenn ich schon mal einen Assist liefere, soll man den auch erwähnen.» 2013 bereitete Abrashi das Siegtor von Izet Hajrovic in der 94. Minute vor – ausgerechnet gegen Erzrivale FCZ. Später gewannen die Hoppers gar den Cup im Penaltyschiessen gegen Basel.
«Diese Bilder hast du immer im Kopf. Das waren Emotionen, pure Freude und eine riesige Energie. Jetzt sind wir wieder im Halbfinal und da kribbelt es einen schon etwas im Bauch», gesteht der 36-Jährige. Am Samstag treffen die Zürcher auswärts auf Challenge-Ligist Stade Lausanne-Ouchy.
«Komplett anders ist die Situation nicht. Ein Halbfinal ist ein Halbfinal. Aber das letzte Mal war es natürlich schon speziell, weil es ein Zürcher Derby war. Aber der Halbfinal ist die Möglichkeit, um in den Final zu kommen, und das ist das Ziel», so der Captain. Auf die leichte Schulter nehmen sie den Gegner aber nicht.
Gute Woche für den Captain
Dank des wichtigen Siegs im Abstiegskampf gegen Winterthur vergangenen Samstag sei er nun etwas entspannter. Generell war es eine gute Woche für den Mittelfeldspieler. Rechtzeitig für den Abstiegskracher gegen Winterthur gab er nach langer Verletzungspause sein Comeback. «Die nächsten zwei Tage hab ich es schon gespürt. Weil ich krank war, war ich nachher schon platt», sagt Abrashi über seine Verfassung nach dem 2:0-Sieg. Dafür hat es sich jedenfalls gelohnt.
Und noch vor dem Winti-Spiel wurde Abrashis Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert – ob als Spieler oder in einer anderen Funktion ist noch offen. «Ich muss das Alain Sutter hoch anrechnen, dass er mir die Entscheidung überlässt, das ist nicht selbstverständlich. Wir werden es erst Ende Saison entscheiden», so Abrashi. Der mögliche Cup-Gewinn spiele bei seiner Entscheidung ebenfalls eine Rolle, sei aber nicht der einzige Faktor.
Abrashi ist und bleibt der Leader
Trotz der Erfolgserlebnisse weiss auch Abrashi, dass es in dieser Saison alles andere als rund läuft bei den Hoppers. In der Liga steht GC noch immer auf dem Barrageplatz. Durchschnaufen kann Abrashi noch nicht: «Ich schaue nur darauf, dass Winterthur uns fernbleibt. Wir kennen sie schon von letzter Saison. Sie waren nie abgeschlagen. Das hat man jetzt auch gesehen. Nach vorne schauen wir nur von Spiel zu Spiel.»
Doch die Rückkehr des Mentalitätsmonsters dürfte den Grasshoppers Mut machen. Abrashi ist und bleibt der Leader der Mannschaft, junge Führungsspieler rücken nur schleppend nach. «Natürlich wünscht man sich, dass mehr kommt. Die Entwicklung hängt aber auch vom Erfolg ab. Im Abstiegskampf ist es für jeden Einzelnen schwieriger, den Schritt vorwärtszumachen. Die Jungs müssen jetzt ihre Leistung abrufen, da jetzt eine neue Führungsperson zu suchen, wäre der falsche Zeitpunkt.» Es sei jetzt wichtig, dass man gemeinsam als Leader vorangeht. Aktuell übernehme er den Job aber gerne.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 33 | 24 | 60 | |
3 | FC Lugano | 33 | 12 | 57 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 33 | 16 | 52 | |
6 | BSC Young Boys | 33 | 5 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 33 | 3 | 40 | |
2 | Servette FC | 33 | 0 | 40 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 33 | -10 | 39 | |
4 | FC Zürich | 33 | -18 | 34 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 33 | -25 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 33 | -51 | 19 |
