Darum gehts
- Andrej Vasovic (18) führt Luzern mit Tor zum 3:1-Sieg gegen Lugano
- Trainer Frick entschied spontan, Vasovic in der Startelf aufzustellen
- Luzern braucht vier Siege, um die Championship Group zu erreichen
Beim FC Luzern sind in den vergangenen Jahren schon viele Eigengewächse gefeiert worden. Diesmal ist Andrej Vasovic an der Reihe. Der junge Stürmer schiesst Blau-Weiss in Lugano bei seinem Startelf-Debüt (mit seinem zweiten Saisontor) zum Sieg und überzeugt auch mit seinem enormen Laufpensum. Gerade einmal 18 Jahre alt ist er. Von Nervosität fehlt jedoch keine Spur – sowohl auf als auch neben dem Platz. Völlig abgeklärt tritt er vor die Medien und erzählt gut gelaunt von seinem besonderen Tag.
«Ich habe erst im Hotel erfahren, dass ich in der Startelf stehe. Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut. Ich habe mir vorgenommen, alles auf dem Platz zu lassen und dem Team mit meinem Laufpensum zu helfen. Dass ich mich dann auch noch mit einem Tor belohnen kann, macht es natürlich umso schöner», sagt Vasovic.
«Es war der richtige Zeitpunkt»
Überglücklich für den U19-Natistürmer ist auch Trainer Mario Frick (51). «Um fünf Uhr bin ich aufgewacht und habe mich entschieden, ihn von Anfang an spielen zu lassen», erzählt der Liechtensteiner. Es sei ein Bauchentscheid gewesen – und der Plan ging auf. «Es war der richtige Zeitpunkt, ihn von Beginn weg zu bringen.»
Frick gerät als Trainer, aber vor allem auch als ehemaliger Stürmer regelrecht ins Schwärmen, wenn er über Vasovic spricht. «Er braucht sehr wenige Chancen. Er ist ein richtiger Box-Stürmer. Er gibt immer Gas und will ständig dazulernen. Umso glücklicher bin ich für ihn, dass er dieses Tor erzielt hat.»
Beinahe hätte Vasovic sogar noch ein zweites Mal getroffen. «Als Stürmer muss ich den zu hundert Prozent machen. Der Ball muss da rein», sagt er selbstkritisch. Letztlich ist das aus Luzerner Sicht aber halb so wild, denn wenig später trifft Matteo Di Giusto (25) mit einem herrlichen Fallrückzieher zum 3:1-Endstand.
Luzern schielt noch auf die Top 6
Damit kehrt Luzern gegen Lugano endlich wieder auf die Siegerstrasse zurück. Vor diesem Duell gab es gegen die Bianconeri fünf Niederlagen in Folge. Trainer Frick fällt deshalb ein grosser Stein vom Herzen. «Wir haben in letzter Zeit sehr gelitten», stellt er fest – zumal seine Mannschaft nicht in jedem dieser Spiele chancenlos gewesen sei.
Stellt sich die Frage, ob Luzern weiterhin eine kleine Hoffnung auf die Championship Group hegt. «Es sind noch vier Spiele bis zur Tabellenteilung. Da muss vieles zusammenpassen, damit wir Sion oder YB noch einholen», sagt Frick. Den ersten Schritt müssen die Zentralschweizer kommende Woche gegen Winterthur machen. Eine Aufgabe, die auf dem Papier zwar lösbar scheint – aber alles andere als einfach ist. Gegen Winterthur hat Luzern in dieser Saison nämlich noch nicht gewonnen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 28 | 33 | 65 | |
2 | FC St. Gallen | 28 | 20 | 51 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 28 | 7 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 28 | 4 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 28 | -3 | 33 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 28 | -13 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |
