Formschwächste Abwehr der Liga
Verrückte Bilanz offenbart ein grosses FCB-Problem

Nach der 1:3-Pleite gegen St. Gallen stellt der FCB die formschwächste Abwehr der Super League. Weil die Basler in der Startphase viel zu viele Gegentreffer kassieren.
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Lucas WerderReporter Fussball

Mit welchem Trainer der FCB nach der Länderspielpause wieder den Super-League-Betrieb einsteigt, ist weiter offen. Worauf der Nachfolger von Stephan Lichtsteiner (42) als Erstes seinen Fokus legen muss, ist dagegen bereits sonnenklar. 13 Gegentreffer haben die Basler in den vergangenen fünf Partien kassiert. Damit stellt der FCB die formschwächste Abwehr der gesamten Liga.

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Auf den Nachfolger von Luigi Nocentini (r.) wartet viel Arbeit.
Foto: PIUS KOLLER

Seit dem 1:0-Sieg gegen Servette am ersten Spieltag hat Basel in jedem Spiel mindestens einen Gegentreffer kassiert. Das gilt auch für die erste Cup-Runde gegen 1.-Liga-Klub Courtételle (6:1). Nach der 1:3-Heimpleite gegen St. Gallen hält Interimstrainer Luigi Nocentini (37) darum völlig zu Recht fest: «Auf diesem Level ist das nicht genug, um ein Spiel zu gewinnen!»

Völlig verrückt: Zwischen der 16. und 75. Minute hat der FCB in dieser Saison erst fünf Gegentore kassiert. Liga-Bestwert! Doch nicht nur geht den Baslern in der Schlussphase immer wieder der Saft aus, sie verpennen auch regelmässig den Start ins Spiel. Am vergangenen Wochenende gegen Luzern lag man schon nach einer Minute mit 0:1 zurück, gegen St. Gallen dauert es neun Minuten bis zum ersten gegnerischen Treffer.

«Müssen vieles verbessern»

«Wir kassieren wieder ein frühes Gegentor durch einen einfachen Fehler», ärgert sich Nocentini. Gegen die Espen ist eine missglückte Kopfball-Rückgabe von Daniliuc dafür verantwortlich, dass Baldé zur frühen Ostschweizer Führung trifft. «Der einzelne Fehler ist aber nicht das Problem, sondern dass es immer wieder passiert», so Nocentini. «Es ist nicht möglich, jedes Mal ein Spiel noch zu gewinnen, wenn du früh in Rückstand gerätst.»

Als Blick den FCB-Interimscoach nach der Partie darauf anspricht, dass die wacklige Abwehr die grösste Baustelle für den neuen Trainer darstelle, antwortet der Italiener: «Absolut einverstanden! Wenn du vorn mitspielen willst, ist die defensive Stabilität das Wichtigste. In diesem Bereich müssen wir hart arbeiten.»

Dafür stehen dem FCB nun drei Wochen Zeit, bis es am 11. Oktober auswärts gegen Aufsteiger Vaduz weitergeht. «Wenn wir es positiv sehen wollen, haben wir jetzt Zeit, alles zu analysieren und zu verstehen, was wir verbessern müssen. Und das sind viele Dinge», so Nocentini. Dessen wird sich auch der neue FCB-Trainer bewusst sein müssen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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