Schiedsrichter Urs Schnyder verteilte im Super-League-Spiel zwischen YB und dem FCZ fünf Gelbe Karten. Eine davon erhielt Umeh Emmanuel nach seinem zweiten Tor der Partie, demjenigen zum 5:3-Endstand in der 92. Minute – für seinen zu exzessiven Jubel.
Nur: Der FCZ-Flügel hätte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Platz im Wankdorf stehen dürfen. Schnyder und auch VAR Michèle Schmölzer übersahen die Tätlichkeit Emmanuels in der 84. Minute (Spielstand 4:3 für Zürich), als sich dieser im Zweikampf mit dem YB-Bosnier Armin Gigovic befand – und dabei sogar einen Freistoss zugesprochen erhielt.
«Der Stürmer des FCZ verschafft sich einen Vorteil, indem er den YB-Verteidiger mit einer unfairen Aktion gegen den Kopf aus dem Spiel nahm. Da es sich dabei um einen bewussten und absichtlichen Armeinsatz gegen den Kopf sowie einen Schlag mit der Hand ins Gesicht des Gegners handelte und die eingesetzte Kraft nicht vernachlässigbar ist, ist sie als ‹violent conduct› (Tätlichkeit) zu werten. Der FCZ-Spieler hätte richtigerweise mit der Roten Karte ausgeschlossen und der Freistoss YB zugesprochen werden müssen», erklärt das Ressort Spitzenschiedsrichter des SFV am Tag nach dem Spiel. «Das ist eine Rote Karte. Nicht mehr und nicht weniger», hatte bereits zuvor Blick-Schiedsrichterexperte Urs Meier festgehalten (siehe Video oben).
Glück für Emmanuel und den FCZ also. Und natürlich ärgerlich für YB. Hätten die Berner in Überzahl die erste Saisonniederlage noch abwenden können? Eine Frage, die für immer unbeantwortet bleiben wird.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 12 | 26 | 34 | |
2 | BSC Young Boys | 12 | 15 | 25 | |
3 | FC Sion | 12 | 7 | 23 | |
4 | FC Zürich | 12 | -1 | 20 | |
5 | FC St. Gallen | 12 | -3 | 19 | |
6 | Servette FC | 12 | 1 | 16 | |
7 | FC Basel | 12 | -4 | 14 | |
8 | FC Luzern | 12 | -6 | 13 | |
9 | FC Thun | 12 | -10 | 13 | |
10 | FC Vaduz | 12 | -1 | 10 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 12 | -13 | 10 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 12 | -11 | 6 |