Es ist ein Steigerungslauf, den die Zürcher gegen Thun hinlegen. Zu Beginn stehen sie praktisch geschlossen bei der Note zwei. Aber dann kämpfen sie sich ins Spiel. Damienus Reverson macht aus ganz wenigen Bällen, die er erhält, das Maximum. Ein Tor per Kopf, einmal eine wunderbare Vorarbeit für Philippe Kény, der sie aber nicht verwerten kann.
Dieser Kény wirft sich in alle langen Bälle, die der FCZ nach vorne drischt – und das sind viele. Für Torgefahr kann er bei dieser Arbeitsbelastung nur sporadisch sorgen, aber das ist an diesem Abend auch nicht seine Hauptaufgabe.
Ivan Cavaleiro bleibt ein Phänomen. In der ersten Halbzeit spielt er, als hätte er diesen Sport eben erst entdeckt. Seine Pässe spotten jeder Beschreibung. Aber dann beisst er sich nach der Pause irgendwie doch ins Spiel – und steht am Ende als Siegtorschütze da.
Cheveyo Tsawa muss für einmal im rechten Couloir aushelfen. Nicht seine beste Position, wie schnell zu sehen ist. Gegenspieler Michael Heule lässt ihn ein paarmal fies aussteigen. Beim 1:1 reagiert er – wie Kény – überhaupt nicht auf die Tatsache, dass sich Leonardo Bertone an ihm vorbei in Richtung Sechzehner begibt.
Im zentralen Mittelfeld tut Nelson Palacio, was er am besten kann: Zweikampf. Neben ihm gelingt Valon Berisha der beste Auftritt im FCZ-Dress bislang. Und das nicht nur, weil er beide Assists zu den beiden Zürcher Toren gibt. Er ist auch je länger je mehr jene beruhigende Präsenz, die diese nach wie vor sehr nervöse Mannschaft dringend braucht.
In der Abwehr ist Alexander Hack der Fels in der Brandung, an dem sich links von ihm Ilan Sauter und Sebastian Walker festhalten. Wobei sich Walker nach einer Stunde bei Schiedsrichter Lukas Fähndrich bedanken darf, der keinen Penalty geben mag, nur weil einem Spieler im Sechzehner der Ball an die ausgestreckte Hand fliegt.
Nur einer schafft es irgendwie nicht, sich so richtig in die Partie zu beissen. David Vujevic wird häufig ausgespielt und darf sich bei Silas Huber bedanken. Der rettet nicht nur mehrfach gegen den durchgebrochenen Ethan Meichtry. Sondern lenkt in der 5. Minute auch noch einen Kopfball von Vujevic an den Pfosten, der sonst als Eigentor geendet hätte.
Und so haben die Thun-Spieler abgeschnitten
Hinweis: Labeau bis 75., Reichmuth bis 75., Meichtry bis 79., Käit bis 88., Fehr bis 88. Minute.
Ibayi ab 75., Imeri ab 75., Dursun ab 79., Dähler ab 88., Roth ab 88. Minute (alle zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Lugano | 30 | 10 | 50 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | Servette FC | 31 | -3 | 36 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
10 | FC Zürich | 31 | -16 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -23 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |

