Darum gehts
- Alessandro Vogt schiesst FC St. Gallen zum 2:1-Sieg gegen FC Zürich
- Nach Innenbandanriss erzielt Vogt nur neun Minuten nach Einwechslung ein Tor
- FCSG-Coach Maassen: «Sechs, sieben grosse Chancen, aber nur zwei Tore»
Fürstenland heisst die Region westlich der Stadt St. Gallen, sie beginnt nur wenige Kilometer vom Kybunpark entfernt. Alessandro Vogt (21) aber verlegt die Grenze ins Stadtgebiet. Dank seines fürstlichen Comebacks.
Seit der Shootingstar beim 3:0-Sieg gegen den FCB mit einem Innenbandanriss im Knie ausgewechselt werden musste, hat er keine Minute mehr absolviert. Gegen den FCZ trifft er nur neun Minuten nach seiner Einwechslung zum Sieg.
Dank gütiger Mithilfe von Silas Huber, der sich zwischen den Beinen erwischen lässt. Coach Dennis Hediger aber verzichtet auf Goalie-Kritik und lobt stattdessen den St. Galler Stürmer. «Das Tor spricht für Vogt. Sein Laufweg ist super. Wir hatten auch solche Situationen, aber wir hatten die Zielstrebigkeit nicht. Vogts Tor ist ein Lehrbuch für uns.»
FCSG mit Chancenwucher
Während Vogt die Effizienz auf zwei Beinen ist, sündigen seine Stürmer-Kollegen im Abschluss. Aliou Baldé reisst zwar viele Räume auf und sorgt mit seinem unwiderstehlichen Speed für die eine oder andere gute Aktion, am Ende aber macht der Guineer zu wenig aus seinen vielen Möglichkeiten. «Wir hatten sechs, sieben grosse Chancen», sagt FCSG-Coach Maassen.
In Führung aber geht seine Mannschaft wegen einer umstrittenen Penalty-Situation. FCZ-Spieler Sebastian Walker legt zwar den Arm um FCSG-Stürmer Diego Besio, Schiri Schnyder aber lässt die 50/50-Aktion laufen. Das hindert VAR Sandro Schärer aber nicht daran, sich einzuschalten und seinen Kollegen an den Bildschirm zu bieten. Schnyder knickt ein und zeigt auf den Punkt, Görtler verwandelt souverän.
Zigi Weltklasse
Kurz darauf zeigt FCZ-Stürmer Kény, warum er in dieser Saison der gefährlichste Stürmer ist. Stark, wie er die halbe Hintermannschaft der St. Galler narrt und den Ausgleich durch Ivan Cavaleiro vorbereitet. In der zweiten Halbzeit hat der Portugiese die Chance zur Führung, scheitert mit seinem Abschluss aber am überragenden Zigi. «Weltklasse», nennt Maassen die Parade seines Goalies. Der war in der Länderspielpause mit Ghana unterwegs und bekam gegen Österreich mit 1:5 aufs Dach, nun zeigt er, was wirklich in ihm steckt und wird vom Publikum mit Sprechchören gefeiert.
Vogt musste im Gegensatz zu Zigi wegen seiner Knieverletzung auf Nati-Einsätze verzichten. Trifft er aber so weiter wie bisher, dann ist das nächste Aufgebot für eine Schweizer Auswahl bloss eine Frage der Zeit. Oder um es mit Dennis Hediger zu sagen: «Er hat gezeigt, warum er im Sommer den nächsten Step machen wird.» Und der heisst Hoffenheim.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 32 | 24 | 59 | |
3 | FC Lugano | 32 | 11 | 54 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | FC Sion | 32 | 13 | 49 | |
6 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
7 | FC Luzern | 32 | 3 | 39 | |
8 | Servette FC | 32 | 0 | 39 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
10 | FC Zürich | 32 | -17 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 32 | -27 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 32 | -49 | 19 |


