FCZ-Fans verteilen unangekündigt Bälle auf dem Pausenplatz
Südkurve-Werbeaktion in Schulhäuser ärgert die Stadt

Die FCZ-Fans wollen den Schulkindern der Stadt unangekündigt Bälle schenken. Dabei passiert aber viel Unvorhergesehenes.
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Die Zürcher Südkurve hat sich letzte Woche überraschend auf Zürcher Pausenplätzen gezeigt.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Eine Aktion der Zürcher Südkurve sorgt in diesen Tagen für Aufregung, Verwirrung und Lacher zugleich. So haben die FCZ-Fans am Donnerstag und Freitag vor einer Woche rund 70 Zürcher Schulen besucht und den Schülern etwa tausend Bälle mit dem Logo der Fangruppierung verteilt.

Als Erstes hat «Inside Paradeplatz» darüber berichtet. «FC Zürich-Hardcore-Fans stürmten 70 Zürcher Schulen», titelt die Plattform. Doch wie Blick weiss, kann von Stürmen keine Rede sein. Die Aktion der Südkurve beginnt am Donnerstagmorgen vor einer Woche in der 10-Uhr-Pause. Auf dem Pausenplatz einer Schule in Zürich-Altstetten verteilen sie die ersten Bälle.

Weil nicht jedes Kind einen Ball kriegt, wird gezankt. Die Pausenaufsicht meldet es der Schulleitung, die über den Vorfall «not amused» reagiert. Sie informiert das Schulamt. In der Zwischenzeit überdenkt die Südkurve ihr Vorgehen, da sie selbst überrascht ist, wie sehr die Schüler um die Bälle streiten. Sie beschliesst, dass jede Klasse eines Schulhauses einen Ball erhalten soll.

Südkurve kommt Forderung der Schulleitung nach

Wie die FCZ-Fans das umsetzen wollen? Die Bälle sollen am nächsten Tag in den Lehrerzimmern deponiert werden. Dabei verwechselt dummerweise der eine oder andere Fan das Unterrichts- mit dem Lehrerzimmer und stört so den Unterricht.

Die betroffenen Lehrer machen grosse Augen, als der unangekündigte Besuch im Zimmer steht und rechtsumkehrt macht. Zwar ist es danach ein grosses Thema. Doch bei manchen ist die Freude über die neuen Bälle grösser als der Aufruhr. Auch unter den Eltern sei es kaum ein Thema gewesen, heisst es. Ein Schulleiter schreibt aber der Südkurve, dass er die Bälle erst annehmen könne, wenn sie sie persönlich übergeben. Dieser Forderung kommt die Südkurve nach.

Glücklich ist man beim Schulamt trotzdem nicht über die Werbeaktion der Fans. «Wir wussten nichts von der Aktion der Südkurve. So etwas hats noch nie gegeben und darf nicht vorkommen», ärgert sich Schulamt-Vorsteher und Stadtrat Filippo Leutenegger. Trotzdem drohen der Südkurve keine Konsequenzen. Auf eine Anzeige wird verzichtet.

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