Das Wetter in Basel ist garstig. Schneeregen, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Und was macht Carlos Zambrano (29), der heissblütige Peruaner, der seit letztem Sommer beim FCB ist? Er lacht übers ganze Gesicht. «Ich mag diese Temperaturen. Da fällt mir das Atmen und das Rennen leichter!»
Nun muss man wissen, dass Zambrano seit 13 Jahren in Europa lebt. Zuletzt hatte er in Kiev und Kasan gespielt. «Da war’s manchmal Minus 20 Grad. Das ist mir dann doch zu kalt.»
Mit 16 verliess der Hochbegabte die peruanische Heimat, weil ihn Schalke unbedingt haben wollte. Und Zambrano macht keinen Hehl daraus, was damals die Motivation war: «Ich wollte so schnell wie möglich Profi werden, wollte Geld verdienen und meiner Familie helfen.» Bei Schalke, später bei St. Pauli und Eintracht Frankfurt nannten sie den Innenverteidiger «Kaiser», in Anlehnung an Franz Beckenbauer.
Der Weg nach ganz oben war vorgezeichnet. Liverpool wurde vorstellig. Dumm nur, dass er seinem damaligen Trainer bei der Eintracht, Armin Veh, sein Wort gegeben hatte, dass er in Frankfurt bleiben, und dem Team im Abstiegskampf helfen würde.
2016 wechselte er dann doch. Zum russischen Spitzenklub Rubin Kasan. «Die Offerte war so gut, ich konnte sie nicht ablehnen.» Doch bei Rubin begann Zambranos zweijährige Leidenszeit. «Es kam ein neuer Präsident, dann ein neuer Trainer, der nur noch russische Spieler einsetzen wollte.» Obwohl Zambrano und die anderen Ausländer in den Trainingsspielen fast immer gewannen gegen ihre russischen Teamkollegen, wurden sie kaum mehr eingesetzt.
Zambrano wurde nach Saloniki ausgeliehen, dann nach Kiev verkauft. «Ich hatte die Lust am Fussball verloren», gesteht er.
Die hat er in Basel wieder gefunden. «Ich fühle mich grossartig», sagt er. Halt geben ihm seine zweijährige Tochter und seine Frau Marcia, die er vor acht Jahren bei einem Benefizspiel in der peruanischen Heimat kennengelernt hat. «Ich sollte als Ehrengast den Anstoss ausführen. Sie war Hostess für einen Sponsor. Ich wusste sofort: ‚Sie oder keine!’»
Während er früher als Heissporn galt, berichten sie in Basel nur Gutes über ihn. Und nun will Zambrano nach dreimonatiger Verletzungspause wieder durchstarten. Das nächste Ziel hat er bereits im Visier. Die Copa América im Juni mit Peru.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 9 | 20 | 25 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 9 | 0 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 9 | -3 | 13 | |
6 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
7 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
8 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
9 | FC Thun | 9 | -8 | 10 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
11 | FC Vaduz | 9 | -3 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 9 | -8 | 6 |