FCB-Trainer Rahmen klärt auf
Deshalb musste Stocker gegen den FCZ auf die Bank

Im Spitzenspiel gegen den FCZ sitzt FCB-Captain Valentin Stocker (32) vorerst auf der Bank. Erstmals in dieser Saison in der Liga. Coach Patrick Rahmen (52) zieht die Jungen vor. Und die machen prompt den Unterschied.
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Stocker (r.) sitzt im Spitzenspiel gegen den FCZ erstmals in dieser Saison auf der Bank.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Dario Dietsche

Er sei einfach nur «super content», sagt Dan Ndoye. Super zufrieden. Mit Interviews auf Deutsch wartet der Nizza-Zugang noch. Mit Toreschiessen hat er begonnen. Und wie! Mit seinen ersten zwei Skorerpunkten in der Super League ist Ndoye massgeblich am 3:1-Sieg des FCB gegen den FCZ beteiligt.

«Da ist ihm eine Last von den Schultern gefallen», sagt FCB-Coach Patrick Rahmen. Nicht nur Ndoye, sondern ganz Basel, das seine Leaderposition verteidigt. Fangesänge, Choreos und jede Menge Spannung: Im prall gefüllten St. Jakob-Park herrscht pure Ekstase – bis nach dem Schlusspfiff.

Mittendrin ist auch Liam Millar, der zweite FCB-Held des Tages. Auch er spart sich sein erstes Super-League-Tor für den Klassiker auf, feiert es mit Frau und Kind im Arm. Millar und Ndoye erhalten überraschend den Vorzug vor Valentin Stocker. Erstmals in dieser Saison muss der FCB-Captain mit der Bank vorlieb nehmen. Warum?

Stocker und Kasami fehlt «Spritzigkeit»

«Valentin hat in den letzten drei Spielen Mühe bekundet», sagt Patrick Rahmen. Der FCB-Coach rotierte also in erster Linie leistungsbedingt, nicht wegen des Conference-League-Spiels vom Donnerstag. Stocker fehle derzeit etwas die Spritzigkeit.

Der Saisonstart sei für Stocker «physisch und psychisch sehr belastend» gewesen. Für die Conference-League-Quali habe man ihn und Pajtim Kasami, gegen den FCZ auch nur Joker, voll gebraucht. Nun seien sie nicht in bester Form.

Viel junge Konkurrenz in FCB-Offensive

«Das ist völlig normal, dafür haben wir ja ein breites Kader», so Rahmen, der auch lobende Worte für Stocker findet: «Als er reinkam (74.), konnte er der Mannschaft sofort helfen». Die Matchwinner heissen jedoch, nebst Dauerbrenner Cabral, Millar und Ndoye. Die Jungen seien «hochtalentiert».

Dies stellt die Flügelzange gegen den FCZ unter Beweis – nicht nur beim 1:0, als Ndoye den aus Liverpools Reserve geholten Kanadier mustergültig bedient. «Wir harmonieren schon richtig gut», sagt Ndoye.

Auch Males (20) und Joker Fernandes (18) machen ihre Sache gut. Letzterer spielt den Assist zu Cabrals entscheidendem 3:1. Richtig viel jugendliche Konkurrenz für Stocker in der FCB-Offensive, wenn man noch die angeschlagenen Esposito (19) und Zhegrova (22) mitrechnet.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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