Da hat Flavius Daniliuc kurz Sternchen gesehen. Eine Stunde ist im Joggeli gespielt, als der FCB-Verteidiger einen Gigovic-Abschluss mitten ins Gesicht bekommt. Nach kurzer Pflege rappelt sich der Österreicher aber auf und spielt weiter. Es ist eine Szene, die symptomatisch für den Basler Auftritt gegen YB steht. Leidenschaftlich, kämpferisch, kompromisslos – am Ende aufgrund des Ergebnisses aber vor allem auch schmerzhaft.
Weil Daniliuc Verteidigerkollegen Omeragic und Voullioz in der Schlussminuten Bukinac entwischen lassen. Sie sind aber nicht die einzigen FCB-Profis, die mit einer ungenügenden Note vom Platz gehen. Warum Ibrahim Salah auf dem rechten Flügel 90 Minuten lang durchspielen darf, bleibt das Geheimnis von Stephan LIchtsteiner. Der Marokkaner kassiert genau wie Sturmspitze Ajeti, der im Duell gegen Lauper als Verlier vom Platz geht, die Note 3.
Doch es gibt auch Basler, die sich eine gute Bewertung abholen. Zum Beispiel Xherdan Shaqiri, der per Aussenrist trifft und die beiden anderen Tore mit seine Bällen einleitet. Am Ende fehlt dem FCB-Captain nur wenig zur Maximalnote 6. Ebenfalls stark: Bénie Traoré, der ein Tor vorbereitet und eines selber erzielt. Nahe an der Note 5 ist auch Metinho. Weil der Abräumer vor dem 0:1 durch Edimilson aber zu passiv agiert, reicht es am Ende nur für eine 4.
Hinweis: Léo Leroy bis 75., Xherdan Shaqiri bis 75., Albian Ajeti bis 75., Bénie Traoré bis 81., Dominik Schmid bis 90.– Koba Koindredi ab 75., Andrej Bacanin ab 75., Giacomo Koloto ab 75. Marin Soticek ab 81., Moussa Cissé ab 90. (alle zu kurz für eine Bewertung).
Und so haben die YB-Spieler abgeschnitten
Vor etwas mehr als einer Woche durfte Joël Monteiro im Joggeli gegen Deutschland (3:4) seinen zweiten Nati-Treffer bejubeln. Für den YB-Angreifer eigentlich ein guter Grund, um mit breiter Brust nach Basel zurückzukehren. Doch davon ist gegen den FCB nichts zu sehen. Offensiv gelingt dem Walliser kaum etwas. Und das, was Monteiro gegen den Ball abliefert, ist mehr als nur lustlos. Note 3!
Die kassiert auch Saidy Janko, der sich in der ersten Halbzeit immer wieder von Schmid überspurten lässt. Und später mit seinem Ballverlust den dritten Gegentreffer verschuldet. Hinzu kommen drei weitere ungenügende Berner. Lauper spielt eigentlich solide, verschuldet aber ein Eigentor. Loris Benito fällt mehrfach durch Reklamieren statt durch gelungene Abwehraktionen auf. Und Samuel Essende wartet auch nach sieben Spielen auf sein erstes Tor.
Der beste Berner im Joggeli ist Edimilson Fernandes. Er glänzt im Berner Mittelfeld mit einer überragenden Passquote und trifft zum 1:0. Die beiden YB-Joker Virginius und Colley, die am zweiten und dritten Tor direkt beteiligt sind, bleiben aufgrund der kurzen Einsatzzeit ohne Bewertung.
Hinweis: Christian Fassnacht bis 64., Loris Benito bis 77., Saidy Janko bis 77., Armin Gigovic bis 89., Edimilson Fernandes bis 89. – Alan Virginius ab 64., Stefan Bukinac ab 77., Yan Valery ab 77., Ebrima Colley ab 89., Dominik Pech ab 89. (alle zu kurz für eine Bewertung).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 32 | 36 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Lugano | 32 | 11 | 54 | |
4 | FC Basel | 32 | 8 | 53 | |
5 | BSC Young Boys | 32 | 5 | 47 | |
6 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
7 | FC Luzern | 31 | 6 | 39 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 32 | -7 | 39 | |
9 | Servette FC | 31 | -3 | 36 | |
10 | FC Zürich | 31 | -16 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -23 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 32 | -49 | 19 |

