Im Mai 2025 tüteten die Basler in Tessiner Cornaredo dank eines 5:2-Spektakels den Meistertitel ein. Ein Jahr später wird der FCB an gleicher Stelle mit einer 0:4-Packung in die Sommerpause geschickt. «Das widerspiegelt unsere Saison. Dieses Spiel war das Tüpfelchen auf dem i», fasst es FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner zusammen.
Schon zur Pause liegen die Basler nach zwei schwach verteidigten Standardtoren mit 0:2 zurück, zweimal trifft Behrens per Kopf. Das Spiel ist damit bereits entschieden. Steffen und Joker Koutsias sorgen nach der Pause nur noch für die grosse Cornaredo-Abschiedsparty. Ab der kommenden Saison empfängt Lugano seine Gegner in der direkt daneben errichteten AIL-Arena.
Lichtsteiner sieht gute Ansätze
Auf Basler Seite herrscht ein Jahr nach der eigenen grossen Feier weiterhin Katerstimmung. Ein Jahr nach dem Doublegewinn gleicht die FCB-Mannschaft einem Trümmerhaufen. Die Niederlage gegen Lugano ist die fünfte Pleite in den letzten sechs Saisonspielen. Trotzdem sieht Lichtsteiner den Auftritt seines Teams nicht nur kritisch: «Wir waren wieder einmal gut im Spiel und haben zwei, drei Ansatzchancen. Dann verlieren wir dumm den Ball und bekommen wir das 0:1 nach einem Eckball», so der FCB-Coach. Nach dem 0:2 zur Pause habe seinem Team dann der nötige Biss gefehlt, um sich noch einmal ins Spiel zurückzukämpfen.
Xherdan Shaqiri, der erst in der Schlussphase eingreifen darf, hat deutlich mehr Mühe, den letzten Basler Auftritten etwas Positives abzugewinnen. «Letzte Saison war alles super, diese Saison war fast alles wieder scheisse. Das war nicht FCB-würdig!», bringt es Shaqiri auf den Punkt.
Nur weil YB zeitgleich gegen Sion in der Nachspielzeit zwei Punkte liegenlässt, beendet Basel die Saison auf Platz fünf. Eine riesige Enttäuschung ist aber auch das. «Jetzt müssen wir die Saison analysieren und nach dem Sommer wieder anders aufzutreten», fordert Shaqiri. Das sieht auch Lichtsteiner so, der bereits an die neue Saison denkt: «Jetzt gilt es eine kompromisslose Vorbereitung zu planen, damit wir mit einer anderen Art und Weise aus den Startlöchern kommen.» Damit das gelingt, wartet aber noch viel Arbeit auf den FCB-Trainer. Das hat der desolate Saisonabschluss in Lugano noch einmal unterstrichen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |
