FCB-Eigengewächs vor Abgang
Ablöse-Zoff um Nati-Spieler Eray Cömert!

Als Elfjähriger stösst Eray Cömert (23) zum FCB, nun wird der Verteidiger das Joggeli im Winter wohl verlassen. Für Sprengstoffpotenzial sorgt das liebe Geld.
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Auf dem Sprung: Nati-Verteidiger Eray Cömert.
Foto: TOTO MARTI
Stefan Kreis

Es regnet auf dem Nachwuchscampus in Basel, im Training der ersten Mannschaft aber scheint stimmungsmässig die Sonne. Wouter Burger und Sergio Lopez unterhalten sich angeregt über ihre Hunde und Ersatzgoalie Felix Gebhardt nimmt den Materialverantwortlichen humorvoll aufs Korn, weil er seine Trinkflasche nicht finden kann. Eray Cömert kriegt davon nichts mit. Weil er das Bett hüten muss. Magendarmbeschwerden.

Cömert auf dem Abstellgleis

Ein Einsatz gegen Lausanne am Sonntag wäre aber auch im fitten Zustand unwahrscheinlich gewesen. Seit seiner roten Karte Mitte Oktober gegen Sion wartet der wechselwillige Schweizer Nati-Verteidiger auf eine Super-League-Minute. Statt auf Cömert baut FCB-Trainer Patrick Rahmen im Abwehrzentrum entweder auf Routinier Fabian Frei (32) oder auf Juwel Nasser Djiga (19).

Letztgenanntem gehört die Zukunft, bei Cömert ist das Kapitel FCB bald Vergangenheit. Bereits im Winter soll eine Lösung her, vor allem Klubs aus der Türkei sind am Rechtsfuss interessiert. Weil er als schweizerisch-türkischer Doppelbürger das Ausländerkontingent nicht belastet und weil er die Sprache kann, ist er im Land der drei Meere attraktiv. Auch Cömert selbst wäre einem Wechsel in die Türkei nicht abgeneigt, seine Grosseltern stammen aus dem ostanatolischen Erzincan, noch heute hat er nahe Verwandte in Istanbul.

FCB verlangt Ablöse

Das Problem: Noch hat er einen laufenden Vertrag bis Juni. Und der FCB ist nicht gewillt, einen Schweizer Nationalspieler für ein halbes Butterbrot ziehen zu lassen. Zwischen 500'000 und 600'000 Franken wollen die Basler für den 23-Jährigen verlangen, Cömerts Berater aber werden diese Summe um jeden Preis drücken wollen. Und sie argumentieren damit, dass der FCB das Gehalt eines halben Jahres sparen könnte.

Eine Vertragsverlängerung ist definitiv vom Tisch. Weder der FCB, der die Leistungsschwankungen des Innenverteidigers kritisch sieht, noch Cömerts Umfeld haben ein Interesse an einer Weiterführung der Zusammenarbeit.

Anfang Januar öffnet das Transferfenster. Wetten, dass der Fall Cömert den Klub noch ein bisschen beschäftigen wird?

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FC Basel
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