Philip Otele (27) ist keiner, der regelmässig nach Basler Spielen vor die Medien tritt. Schon gar nicht nach Niederlagen. Umso bemerkenswerter ist sein Auftritt nach der 0:3-Pleite in Vaduz. «Ich will mich von Herzen bei den Fans entschuldigen. Das haben sie nicht verdient», so der Flügelspieler.
Die klare Niederlage im Ländle sei für jeden Spieler ein «Realitätscheck» gewesen. «Wir befinden uns gerade in einer schwierigen Phase. Wir alle müssen härter arbeiten und einen Schritt nach vorne machen. Vor allem auch ich», zeigt sich Otele auch selbstkritisch. «Jeder muss wieder 100 Prozent geben. Dann werden wir den Turnaround schaffen.»
Shaqiri spricht von Mentalitätsproblem
Zumindest scheinen sich die Basler Spieler bewusst zu sein, wo die Probleme liegen. Nachdem Mirko Salvi (32) nach der 1:3-Heimniederlage gegen St. Gallen unmittelbar vor der Länderspielpause von «fehlendem Willen» gesprochen hatte, macht nach dem nächsten Rückschlag in Vaduz auch Xherdan Shaqiri (35) ein Mentalitätsproblem aus. «Wir haben wieder viel zu einfach Gegentore bekommen», ärgert sich der Captain. Nun gehe es darum, dass sich jeder auf seine eigene Leistung konzentriere und seine Zweikämpfe gewinne.
Zuversichtlich stimmt Shaqiri, dass er und seine Teamkollegen wüssten, was sie eigentlich könnten. Auch die ersten Trainings unter Slavisa Jokanovic (58), der seine Ideen klar vermittle, seien gut gewesen. «Nur leider hat man davon heute nichts gesehen», so Shaqiri.
Jokanovic sieht noch keine Verbesserung
Auch Jokanovic zeigt sich sehr enttäuscht über den Basler Auftritt in Vaduz. «Ich habe mehr erwartet», so der FCB-Coach, der in den vergangenen Tagen den Fokus vor allem auf die Abwehrarbeit gelegt hatte. Im Rheinpark ist davon allerdings nicht viel zu sehen. Immer wieder lassen die Basler Verteidiger dem Gegner zu viel Platz, kommen entweder zu spät oder gar nicht in die Zweikämpfe. «Das war keine grosse Veränderung im Vergleich zum 3:7 gegen Winterthur», bilanziert Jokanovic.
Nach dem Spiel in der Garderobe laut geworden sei er deshalb aber nicht. «Ich habe nicht geschrien, sondern versucht, ihnen in ruhigen Worten einige Dinge zu erklären», sagt der Serbe. Welche Dinge das sind? «Es geht um Mentalität und Aggressivität», so Jokanovic. Daran will der neue Trainer in den kommenden Wochen weiterarbeiten. Schliesslich hat die klare Niederlage gegen den Aufsteiger noch einmal verdeutlicht, was Jokanovic bereits zuvor bewusst gewesen sein dürfte. «Wir müssen nicht nur einen, sondern mehrere Schritte machen, wenn wir in dieser Liga mithalten wollen. Wir sind so weit weg von dem Level, auf dem wir sein müssten.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |