Es gibt aber einen Hoffnungsträger
FCB-Junioren spielen überall – doch in Basel schaffts kaum einer

Fehlt es im Kader des FCB an Identifikation mit dem Klub? Die Basler U21 hat zahlreiche Super-League-Profis hervorgebracht. Nur kickt fast keiner mehr beim Ausbildungsklub.
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Giacomo Koloto ist der einzige Basler Nachwuchsspieler, der in dieser Saison bereits zum Einsatz gekommen ist
Foto: Toto Marti
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Lucas WerderReporter Fussball

Immerhin ist man sich beim FCB einig. Nach dem 0:3 gegen Vaduz sprechen sowohl Captain Xherdan Shaqiri (35) als auch Trainer Slavisa Jokanovic (58) von einem «Mentalitätsproblem». Einsatzbereitschaft, Wille, Leidenschaft – davon ist bei der Pleite im Ländle wie schon eine Woche zuvor beim 3:7-Debakel gegen Winterthur nichts zu sehen.

Ein vor allem bei vielen Fans beliebter Erklärungsansatz: Innerhalb der aktuellen Mannschaft fehle es an Spielern, die für den FCB brennen. Oder anders gesagt: Es mangelt an Identifikation mit dem Klub. Zumindest der Blick auf die Kaderliste unterstützt diese Theorie. Neben dem nach Lugano abgewanderten Albian Ajeti sind mit Xherdan Shaqiri, Mirko Salvi und Giacomo Koloto in dieser Saison nur drei ehemalige eigene Junioren für den FCB auf dem Platz gestanden. Neben Salvi sind Gabriel Sigua und Nicolas Vouilloz die einzigen Spieler, die länger als seit Sommer 2024 beim FCB unter Vertrag stehen.

Viele Ex-FCB-Spieler in anderen Kadern

Dazu passt auch eine Aussage von Ajeti, die der verliehene Stürmer vergangene Woche gegenüber der «Basler Zeitung» tätigte: «Ich habe das Gefühl, in der Lugano-Kabine wird mehr Deutsch und mehr Baseldeutsch gesprochen als in Basel. Das ist schon etwas komisch», so Ajeti.

Tatsächlich stehen in Lugano derzeit insgesamt fünf Spieler mit FCB-Vergangenheit unter Vertrag. Neben Renato Steffen sind das mit Uran Bislimi, Felix Gebhardt, Gjan Ajdin und Ajeti vier Spieler, die aus dem Basler Nachwuchs stammen und in dieser Saison auch alle schon zum Einsatz gekommen sind.

Insgesamt stehen in der gesamten Super League 18 Spieler bei anderen Klubs unter Vertrag, die aus der U21 des FCB stammen. Hinter Lugano mit vier Ex-Baslern landet in diesem Ranking der FC St. Gallen auf Platz zwei. Die Espen haben mit Leon Frokaj und Andrin Hunziker in diesem Sommer gleich zwei ehemalige FCB-Junioren verpflichtet. Der Dritte im Bunde ist Mihailo Stevanovic, der in Basel sämtliche Juniorenstufen durchlaufen hat.

Super-League-Spieler aus dem FCB-Nachwuchs

FC Lugano: Gjan Ajdin (19), Albian Ajeti (29), Uran Bislimi (27), Felix Gebhardt (24)

YB: Kaly Sène (25)

Sion: Simon Caillet (20), Liam Chipperfield (22)

St. Gallen: Leon Frokaj (21), Andrin Hunziker (23), Mihailo Stevanovic (24)

Zürch: –

Servette: –

Luzern: Levin Winkler (23), Demir Xhemalija (20)

Thun: Louis Passavant (20), Tim Spycher (22), Niklas Steffen (25)

Vaduz: Denis Simani (35)

GC: Justin Hammel (25), Julian von Moos (25)

Lausanne-Sport: –

FC Lugano: Gjan Ajdin (19), Albian Ajeti (29), Uran Bislimi (27), Felix Gebhardt (24)

YB: Kaly Sène (25)

Sion: Simon Caillet (20), Liam Chipperfield (22)

St. Gallen: Leon Frokaj (21), Andrin Hunziker (23), Mihailo Stevanovic (24)

Zürch: –

Servette: –

Luzern: Levin Winkler (23), Demir Xhemalija (20)

Thun: Louis Passavant (20), Tim Spycher (22), Niklas Steffen (25)

Vaduz: Denis Simani (35)

GC: Justin Hammel (25), Julian von Moos (25)

Lausanne-Sport: –

17-Jähriger bald in der 1. Mannschaft?

«Dass zahlreiche Spieler, wenn auch manchmal über Umwege, den Sprung in die höchste Schweizer Liga schaffen, unterstreicht die Qualität unserer Nachwuchsarbeit, auf die wir stolz sind», so Valentin Stocker, Sportlicher Leiter 1. Mannschaft, auf Anfrage von Blick. Gleichzeitig sagt er aber auch: «Als Ausbildungsverein mit einem hervorragenden Nachwuchs-Campus möchten auch wir künftig wieder vermehrt eigene Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft integrieren.»

Einer davon soll Jean Doucouré (17) sein, der vor möglichen Einsätzen in der ersten Mannschaft stehe. Stocker: «Er und weitere Nachwuchsspieler kamen bereits mehrfach in Testspielen zum Einsatz und werden auch ins Wintertrainingslager mitreisen. Junge Spieler aus der Region im St. Jakob-Park auflaufen zu sehen, bleibt ein zentrales Ziel des FC Basel.»

Zumindest in dieser Saison gibt es diese aber mindestens so häufig im Sitterstadion in St. Gallen oder in der AIL Arena in Lugano zu sehen.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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