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Schiri-Experte Urs Meier zu YB-Fernandes:«Wenn das Rot ist, haben wir ein Problem im Fussball»

Kommentar zum Fernandes-Rot
Im Sportrecht können auch Unschuldige bestraft werden

YB wird gegen die zwei Spielsperren gegen den mit Witzrot vom Platz gestellten Edimilson Fernandes rekurrieren. Ein Rekurs mit wenig Chancen. Denn nicht nur die erste Spielsperre ist automatisch. Sondern auch die Zweite.
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Edimilson Fernandes hat bereits zum zweiten Mal diese Saison gezwungenermassen früher Feierabend.
Foto: keystone-sda.ch
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Alain KunzReporter Fussball

Soll man jetzt in Jubelschreie ausbrechen, nur weil der Fussballverband zugegeben hat, dass Edimilson Fernandes zu Unrecht vom Platz gestellt wurde? Nein. Der Irrtum des Schiedsrichtergespanns war ja offensichtlich und wird den erfahrenen VAR Fedayi San wohl mehr als eine schlaflose Nacht bereiten. Alles andere als dieses Eingeständnis wäre ja völlig absurd gewesen und noch unverständlicher als der Fehlentscheid.

Unschuldig – und doch bestraft

Doch nun schütteln neutrale Beobachter und der betroffene Klub wieder den Kopf. Wegen des Strafmasses von zwei Spielsperren für Fernandes, die der Einzelrichter dem Walliser aufgebrummt hat. Es ist eigentlich schon stossend, dass Fernandes trotz seiner nun quasi amtlich festgestellten Unschuld gesperrt wird. Doch die erste Sperre ist reglementarisch festgeschrieben, automatisch und sakrosankt. Auch wenn jemand unschuldig ist. In die speziellen Sportrechts-Grundsätze willigen alle ein mit der Teilnahme an Wettbewerben.

Doch dann hörte es bei YB auf mit dem Verständnis. Denn, obwohl Fernandes kein Vergehen begangen hat, kriegt er eine zweite Spielsperre aufgebrummt. Nur weil er in dieser Saison bereits einmal Direktrot gesehen hatte. Doch es gilt dasselbe wie bei der ersten Sperre: Die Strafverschärfung ist auch reglementarisch vorgesehen und automatisch.

YB wird dennoch gegen den Entscheid rekurrieren. Ein Rekurs ohne Hoffnung auf Erfolg. Denn der zuständige Einzelrichter der Disziplinarkommission wird kaum einen Entscheid fällen, der gegen das Reglement verstösst. Eine Reduktion der Sperre wäre solch ein Verstoss. Fernandes ist, wenn man es salopp formulieren darf, ein armes Schwein …

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
11
7
22
4
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
5
Servette FC
Servette FC
11
2
16
6
FC St. Gallen
FC St. Gallen
11
-4
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
11
-6
12
9
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
11
-1
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
11
-13
9
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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