Ex-Luzerner Rolf Fringer zum Alpstaeg-Zoff beim FCL
«Es braucht eine öffentliche Entschuldigung»

Das SonntagsBlick-Interview mit Luzern-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg bewegt die Fussballschweiz. Rolf Fringer, mehrmals und in verschiedenen Rollen FCL-Angestellter, hat dazu eine klare Meinung.
Kommentieren
1/5
Rolf Fringer äussert sich zum jüngsten Rundumschlag von Luzern-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Beim FC Luzern rumort es gewaltig. Spätestens nach dem Rundumschlag von Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg im SonntagsBlick-Interview bleibt in der Zentralschweiz kein Stein mehr auf dem anderen. Völlig verdutzt hat auch Rolf Fringer (FCL-Spieler 1981–1983, FCL-Trainer 2008–2011 und FCL-Sportchef 2014–2016) dreingeschaut, als er am Sonntag Alpstaegs Worte gelesen hat.

Rolf Fringer, was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie das SonntagsBlick-Interview mit Luzern-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg gelesen haben?
Rolf Fringer: Ich war überrascht und etwas perplex. Angesichts der sportlichen und operativen Situation des Vereins kommt das Ganze aus dem Nichts.

Haben Sie Verständnis für die Aussagen des Patrons?
Ganz und gar nicht. So was macht man nicht in der Öffentlichkeit. Er hat damit dem Verein geschadet. Seit die neue Führung am Ruder ist, schien alles gut zu laufen.

Lassen sich die Wogen noch glätten?
Das denke ich nicht. Nach einem solchen Rundumschlag hat man das Gefühl, dass das nicht mehr zu kitten ist. Nur eine öffentliche Entschuldigung vonseiten Alpstaegs dürfte die Sache noch zum Guten wenden.

Wie hätten Sie in der Rolle des Sportchefs reagiert?
Ganz grundsätzlich hat sich die sportliche Leitung richtig verhalten. Die Solidarität von Vizepräsident Josef Bieri im Statement vom Montag mit dem Verwaltungsrat, dem gesamten Verein und den Fans finde ich sackstark. Jetzt heisst es Alpstaeg gegen alle. Ich denke, dass er sich dessen nicht bewusst war, bevor er das Interview gegeben hat. Ob es mit ihm als Mehrheitsaktionär in der Zentralschweiz weitergehen kann, wird die Zukunft zeigen.

«Der Mehrheitsaktionär befiehlt! Das werde ich auch tun»
1:41
FCL-Alpstaeg mit Machtwort:«Der Mehrheitsaktionär befiehlt! Das werde ich auch tun»
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen