«Eingreifen des VAR war nicht korrekt»
Schiri-Boss gesteht Fehler bei FCB-Aufreger ein

Ein Zweikampf bringt den FC Basel um den Führungstreffer gegen St. Gallen. Die Art und Weise, wie dieser als Foul ausgelegt wird, gibt zu reden.
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Der Zweikampf zwischen Diouf (l.) und Karlen sorgt für Gesprächsstoff.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus

Nach einer guten halben Stunde jubelt der FC Basel am Sonntag gegen den FC St. Gallen. Doch Zeki Amdounis wunderschöner, vermeintlicher Führungstreffer wird annulliert. Der Grund? Schiedsrichter Fedayi San hat die Partie zwar weiterlaufen lassen, doch der VAR meldet sich und zitiert ihn zum Bildschirm. San schaut sich die Szene an und ändert seine Meinung. Hat er den etwas ungestümen Auftritt Dioufs im Zweikampf mit Karlen aus dem Spiel heraus noch als korrekt eingeordnet, taxiert er ihn in der Wiederholung als Foul. Das 1:0 der Basler zählt nicht.

Basel-Tor aberkannt wegen dieses Fouls an Karlen
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Trainer Heiko Vogel versteht die Welt nicht mehr. «Der Schiri ist wirklich arm dran. Er hat eine gute Position und entscheidet ad hoc, dass es kein Foul ist. Wir erzielen einen wunderbaren Treffer, dann kommt der VAR», sagt er nach dem Spiel.

Schiri-Boss Daniel Wermelinger schaut jeweils am Montag alle strittigen Szenen des Wochenendes an und bespricht sie mit seinem Team. So auch diejenige aus dem Basel-Spiel. Gegenüber der «BZ» gibt er zu: «Wir stehen zum Fehler. Das Eingreifen des VAR war nicht korrekt. Wir hätten uns gewünscht, dass der auf dem Platz gefällte Entscheid bestehen bleibt.»

Interventionsschwelle zu tief angesetzt

Wermelinger ist sich bewusst, dass es in letzter Zeit zu viele Eingriffe durch den VAR gegeben hat. «Wir haben in den letzten Wochen – intern wie extern – immer wieder darauf hingewiesen, dass in Einzelfällen die Interventionsschwelle zu tief angesetzt war und ist.»

Eine Tatsache, die auch Blick-Schiri-Experte Urs Meier beschäftigt. Er fragt sich, ob der VAR überhaupt eingreifen muss, wenn der Schiri auf dem Rasen ein klares Zeichen gibt. Für Meier ist aber klar: «Schaut man die Szene einzeln an, dann ist es ein Foul.» Trotzdem müsse man über die Bücher gehen, damit in Zukunft wieder einheitlicher entschieden werde.

Das sieht man auch bei den Schiedsrichtern so. Nach der Saison wollen sie die Köpfe zusammenstecken und entsprechende Anpassungen vornehmen. (bir)

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