Handspiel oder nicht? Nach dem heissen Duell zwischen St. Gallen und dem FCZ sorgt eine Szene aus der 72. Spielminute für heisse Diskussionen.
Im Zweikampf hat der Zürcher Verteidiger David Vujevic die Arme weit ausgestreckt und bekommt prompt den Ball an den linken Arm – oder nicht? Die Bilder, die das SRF ausstrahlt, lassen vermuten, dass der 19-jährige FCZler tatsächlich im Strafraum ein Handspiel begeht. Einen Penalty-Pfiff gibt es aber auch nach VAR-Konsultation nicht.
«Der Schiri steht gut und darum muss er das sehen», urteilt Blick-Schiri-Experte Urs Meier nach Betrachtung der SRF-Bilder. Weil aber weder der Unparteiische, noch der VAR den Entscheid auf dem Feld umstossen, legt Meier noch nach: «So ist das ein Samichlaus-Geschenk für den FCZ.»
Beim SFV will man diesen Vorwurf gegen Schiri Sven Wolfensberger und das VAR-Team nicht gelten lassen. Denn: Wie es in einem Statement vom Sonntag heisst, gibt es noch eine weitere Kamera-Einstellung von der Szene, die vom SRF nicht gezeigt wurde, nach der die Aktion aber klar als regelkonform einzustufen sei. Für den VAR und den Schiedsrichter sei der Ball demnach mit der Schulter gespielt worden. «Gemäss Spielregeln ist das Spielen des Balles mit der Schulter erlaubt. Da die Prüfung aller Kameraperspektiven auf ein Spielen des Balles mit der Schulter hinweist, hat der VAR zurecht nicht interveniert. Weiterspielen ist hier der regeltechnisch richtige Entscheid», so die SFV-Stellungnahme.

