Darum gehts
- GC spielt 0:0 im Barrage-Hinspiel gegen Aarau im Brügglifeld
- Captain Amir Abrashi trotz Fersenproblemen bereit für Einsatz am Donnerstag
- Abrashi bestritt 288 Spiele für GC, Vertrag bis 2027 verlängert, Funktion aber offen
Keine einzige Minute steht Amir Abrashi (36) am Montagabend im Brügglifeld auf dem Platz. Und trotzdem ist der Captain der erste GC-Akteur, der sich nach dem 0:0 im Barrage-Hinspiel den wartenden Journalisten stellt. «Das ist keine schlechte Ausgangslage, um daheim alles klar zu machen», hält er nach der aus Hoppers Sicht durchaus schmeichelhaften Nullnummer fest. «Das Wichtigste ist, dass wir kein Gegentor bekommen haben. Im Letzigrund wird das ein anderes Spiel.»
Abrashi weiss genau, wovon er spricht. Der Leader ist neben Justin Hammel, Dirk Abels und Tim Meyer einer von nur vier Spielern, die bereits vor zwei Jahren in der Barrage gegen Thun auf dem Platz standen. Nach einem glücklichen 1:1 im Hinspiel rettete sich der Rekordmeister dank eines dramatischen 2:1-Erfolgs in der Stockhorn Arena. Abrashi erklärte danach, dass er seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen habe: «Wir hatten einen solchen Druck, das Messer war am Hals.»
Damals stand der Captain in beiden Partien auf dem Platz. Genauso vergangene Saison, als sich die Hoppers gegen Aarau durchsetzten. Am Montag verzichtete GC-Trainer Peter Zeidler aber auf seinen Leader. «Natürlich hätte ich gerne gespielt. Aber man muss auch sehen, dass die Mannschaft mit dieser Aufstellung das Spiel in Winterthur gedreht hat. Ich bin darum zu 100 Prozent mit der Entscheidung des Trainers einverstanden», so Abrashi. Hinzu kommt, dass sich der Mittelfeldspieler zuletzt mit leichten Fersenproblemen herumgeschlagen hat.
«Alles andere ist egal»
Am Donnerstagabend will der Routinier aber unbedingt auf dem Platz mithelfen, seinen Herzensklub ein drittes Mal in der Barrage zu retten. «Ich werde im Training mein Bestes geben. Keine Ahnung, ob ich spiele. Aber ich werde hinter dem Entscheid des Trainers stehen. Wichtig ist nur, dass GC oben bleibt. Alles andere ist mir egal», sagt Abrashi.
Peter Zeidler ist begeistert vom Feuer seines Captains. «In der Vorbereitung auf das Spiel ist er mit seiner positiven Art und seiner Unterstützung sehr wertvoll. Er ist ein toller Junge und ein toller Fussballer. Ich kann mir schon vorstellen, dass er noch einmal zum Einsatz kommt», so der GC-Coach. Eigentlich auch kaum vorstellbar, dass Zeidler in einem derart wichtigen Spiel auf Abrashis Erfahrung verzichten kann.
Abrashi lässt Karriereende offen
Für GC hat der Routinier seine Qualitäten inzwischen 288-mal unter Beweis gestellt. Über 20'000 Minuten ist er für die Hoppers auf dem Platz gestanden. Die Frage ist nur, wie viele noch dazukommen? Mitte April hat GC verkündet, dass Abrashi seinen auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Nur liess der Klub dabei offen, in welcher Funktion.
In dieser Saison hatte der Abräumer immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Auch deshalb hat er bislang erst zwölf Partien bestritten. Geht Abrashi nach dem Sommer in seine elfte Saison als GC-Spieler? Oder geht die Karriere des Publikumslieblings am Donnerstagabend womöglich sogar mit einem Abstieg zu Ende? «Ich weiss noch nicht, was ich danach mache», sagt der Thurgauer selbst. «Meine einzige Priorität ist, dass wir in der Super League bleiben.» Wenn einer weiss, wie das gelingt, dann ist es Abrashi.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 38 | 28 | 75 | |
2 | FC St. Gallen | 38 | 25 | 70 | |
3 | FC Lugano | 38 | 17 | 67 | |
4 | FC Sion | 38 | 23 | 63 | |
5 | FC Basel | 38 | -3 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 38 | 11 | 55 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 38 | 10 | 53 | |
2 | Servette FC | 38 | 8 | 53 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 38 | -14 | 42 | |
4 | FC Zürich | 38 | -23 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 38 | -26 | 33 | |
6 | FC Winterthur | 38 | -56 | 23 |
