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Dritte oder sechste Niederlage in Folge?
YB gegen FCL ist Not gegen Elend

Die Affiche YB gegen Luzern ist in den Köpfen der Berner Fans auf ewig als Meistertanz 2018 eingebrannt. Anderthalb Jahre später ist es Not gegen Elend.
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Sowohl YB ...
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Alain Kunz, Marco Mäder

Zwei Mannschaften, die an Krücken gehen. YB hat sechs Verletzte, alle langzeit. Beim FCL sieht es noch schlechter aus. Die Verletztenzahl ist zwar identisch. Doch dazu gesellen sich die Gesperrten Voca, Eleke und Sidler. Ein hübsches Grüppli...

YB lebt schon länger mit dieser Unbill. Eigentlich die ganze Saison. Und dennoch stehen die Berner an der Spitze. Auch nach der 0:3-Klatsche in Basel. Dort analysierte Sportchef Christoph Spycher die Situation mit der ihm eigenen Ruhe. Als ihm die Negativfragerei etwas zu bunt wurde, warf er in die Runde: «Wir sind aber nicht Letzter, oder?»

Wichtige Tage für YB

Nach den zwei Pleiten in Serie – in der Europa League gegen Porto und eben Basel – bläst Trainer Gerry Seoane erstmals etwas Gegenwind ins Gesicht. Gegen Luzern und das erstarkte Lugano (mit dem Italo-Berner Maurizio Jacobacci als neuem Trainer) gilt es die Tabellenführung zu verteidigen. Vor allem aber muss im Glasgower Ibrox ein Sieg her, um in der Europa League nicht schon in der Gruppephase hängenzubleiben. «Wir wollen als Leader in die Winterpause gehen – und im Frühjahr weiterhin in der Europa League dabei sein», sagt Spycher in der «Südostschweiz» dezidiert. Man werde jedenfalls nicht in Panik verfallen.

Häberli trotz Rumpfelf optimistisch

Das passiert erstaunlicherweise auch in Luzern nicht. Trotz fünf Schlappen in Serie heisst der Trainer unverändert Thomas Häberli. Jetzt aber droht der Barrage-Platz! Verliert der FCL in Bern und siegt Xamax zuhause gegen Lugano fällt man auf Rang neun. Abstiegsangst? «Nein, ich glaube nicht», meint der angezählte Häberli. «Wir haben nun noch zwei Spiele und danach schauen wir, wo wir stehen. Aber ich glaube nicht, dass wir dann auf einem Barrage-Platz stehen.»

Optimistisch. Denn nach Leader YB folgt in einer Woche Verfolger Basel – ein hartes Restprogramm. «Die Situation ist so, wie sie ist. Zwei nicht ganz einfache Gegner, das wissen wir. Aber es ist immer alles möglich», so Häberli gewohnt ruhig.

Auch mit einer Rumpfelf? «Dass wir die halbe U21 auf dem Feld haben, ist brutal. Aber sich in den Arsch kneifen, können auch Junge», appelliert Goalie Marius Müller nach der Pleite gegen St. Gallen letzte Woche an seine jüngeren Mitspieler. Heute in Bern können die FCL-Youngsters zeigen, was sie drauf haben.

Schlusswort Spycher: «Wir sind in guten Zeiten ruhig und konzentriert geblieben. Und das tun wir auch jetzt in einer Phase, in der es uns nicht ideal läuft.» Mal schauen, ob das sein FCL-Pendant Remo Meyer auch sagt, wenn Luzern denn zum sechsten Mal in Folge verliert.

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FC St. Gallen
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FC Lugano
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FC Sion
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FC Basel
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