Youngster Klidjé schiesst die Espen in die Krise
3:17
Luzern – St. Gallen 1:0:Youngster Klidjé schiesst die Espen in die Krise

Dritte Niederlage in Serie
Zeidler: «Lassen uns nicht verrückt machen»

Der Schwung aus dem Herbst ist bei St. Gallen vorerst verflogen. Rutschen die Ostschweizer in eine echte Krise?
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Dritte Niederlage in Serie für den FC St. Gallen.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
Martin Arn
Martin ArnReporter Fussball

Es passt zur momentanen Situation des FC St. Gallen: In der 6. und letzten Nachspielminute kommt Einwechselspieler Felix Mambimbi doch noch zur Ausgleichschance gegen Luzern. Doch der junge Berner hämmert den Ball aus elf Metern zehn Meter übers Tor.

Nun ist es nicht so, dass die Ostschweizer in Luzern das schwächere Team sind, im Gegenteil. In der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit und einer ziemlich ereignislosen ersten Hälfte powern die St. Galler. Witzig setzt gleich nach Wiederbeginn den Ball an die Latte. Kurz darauf erwischt Quintilla FCL-Keeper Loretz beinahe mit einem perfiden Aufsetzer. St. Gallen müsste zu diesem Zeitpunkt führen.

Stattdessen wechselt Luzerns Trainer Mario Frick nach einer knappen Stunde gleich dreifach und wird belohnt.

Ostschweizer bangen um ihre Ernte

Chader, Max Meyer und Haas verleihen dem Offensivspiel der Innerschweizer Flügel. Und weil die Ostschweizer in der 72. Minute einen sicher geglaubten Ball auf ihrer rechten Abwehrseite nicht klären können, nimmt das Unheil seinen Lauf. Thibault Klidjé steht nach einer schnellen Kombination goldrichtig und erzielt den Luzerner Siegtreffer. 

Für den FCL ist es der dritte Sieg in Serie, für die St. Galler die dritte Pleite in Folge. Zwar wollen die Ostschweizer nicht von Krise sprechen, aber nach dem 1:4 zu Hause gegen Lugano vor acht Tagen, dem 0:2 am Mittwoch gegen Servette und nun eben diesem 0:1 in Luzern, müssen sie plötzlich um ihre Ernte bangen. Luzern ist bis auf zwei Punkte herangerückt. Fabian Schubert und Albert Vallci sind nach der Partie sichtlich mitgenommen. «Das darf uns nicht passieren, dass wir das Spiel derart aus der Hand geben, ich kann es mir nicht erklären», sagt Schubert. «Wir haben förmlich um diesen Gegentreffer gebettelt», bedauert Vallci.

Keine Strafaufgaben für die Spieler

Trainer Peter Zeidler, Pädagoge von Beruf und Motivator aus Berufung, hadert ebenfalls: «Wir müssten vorher ein, zwei Tore erzielen. Es wäre heute ganz klar mehr möglich gewesen.» Der Mann, der 20 Jahre als Lehrer gearbeitet hat, weiss, dass drei Niederlagen null Punkte bringen. Strafaufgaben setzt es für seine Spieler dennoch keine ab. Und von einer Krise will er auch nicht sprechen. «Wir lassen uns jetzt sicher nicht verrückt machen. Die spielfreie Woche wird uns guttun. Wir werden fleissig trainieren.»

Kommendes Wochenende geht es nach Basel, danach spielt St. Gallen gegen Winterthur und Stade-Lausanne-Ouchy. 

Drei weitere Niederlagen sollte es nicht absetzen, sonst müsste man in der Ostschweiz, obwohl das Team momentan noch auf Platz 3 steht, dann doch von einer ernsthaften Krise sprechen. 

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