Darum gehts
- Xherdan Shaqiri verteidigt Trainer Magnin nach 4:3-Sieg des FC Basel
- Der Freistoss-Trick? «Ist im Trainingslager in die Hose gegangen»
- Im Duell mit Thun muss der FCB auf Shaqiri verzichten
Eigentlich will er gar nicht über die aktuelle Trainerdiskussion reden. Aber dann missversteht Xherdan Shaqiri (34) in der Hektik der Interviewzone eine Frage. Und nervt sich deswegen so, dass er, der Kapitän des FC Basel, seinem Coach Ludovic Magnin (46) doch noch zur Seite springt.
Als Blick feststellt, dass der 4:3-Sieg beim FC Zürich dafür spricht, dass die Mannschaft eben nicht gegen den Trainer spielt, versteht Shaqiri das Gegenteil und kontert: «Das finde ich ein bisschen unnötig, dass du das so sagst.» Danach lobt er Magnin, für den es in Zürich um Sein oder Nichtsein geht: «Ludo macht seinen Job sehr gut. Er ist mit sehr viel Freude hier. Und ich glaube, alle gehen mit viel Freude jeden Tag ins Training und versuchen, das auf dem Platz umzusetzen.»
«Im Trainingslager ging es in die Hose»
Das darf als Verteidigungsrede des wichtigsten FCB-Spielers für seinen Trainer gelten. Zuvor hat Shaqiri schon auf dem Platz alles gemacht, um Magnins Karriere in Basel zu verlängern. Drei Tore, ein Assist: Es ist die grosse Shaqiri-Show, bei der die Zürcher oft nur staunend Spalier stehen.
Beim Freistosstrick zum 3:2 durch Philip Otele (26) zum Beispiel. Lange sprechen sich Shaqiri, Verteidiger Dominik Schmid (27) und der spätere Torschütze Otele davor ab. «Wir haben es im Trainingslager einmal versucht. Da ging es in die Hose», erzählt Shaqiri nach dem Schlusspfiff mit einem Lächeln: «Aber ich habe gesehen, dass es die perfekte Distanz ist und den anderen gesagt, dass ich das jetzt probiere.»
Es geht auf. So, wie am Ende auch die Wiedergutmachung für den desaströsen Auftritt in Salzburg gelingt. Vor allem für jene Fans, die die Reise nach Salzburg mitgemacht haben, habe das Team besonders gut spielen wollen, sagt Shaqiri: «Jetzt gehen sie mit einem guten Gefühl nach Basel. Das ist auch für uns wichtig.»
Abgesehen davon, dass der FCB dringend einen Sieg gebraucht hat, um im Meisterrennen nicht komplett ins Hintertreffen zu geraten. Am kommenden Wochenende steht bereits ein möglicherweise entscheidendes Spiel auf dem Programm: Am Sonntag empfangen die Basler den Leader aus Thun. Mit einem Sieg könnte der FCB den Rückstand auf sieben Punkte verkürzen. Bei einer Niederlage können sich die Basler die Titelverteidigung praktisch abschminken.
Einer wird den Baslern dann allerdings fehlen: Xherdan Shaqiri. Er sieht in Zürich kurz vor der Pause wegen Reklamierens die vierte Gelbe Karte und ist am Sonntag gesperrt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 21 | 21 | 46 | |
2 | FC Lugano | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 20 | 14 | 37 | |
4 | FC Basel | 21 | 9 | 36 | |
5 | FC Sion | 21 | 6 | 32 | |
6 | BSC Young Boys | 21 | -5 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 21 | -8 | 25 | |
9 | Servette FC | 21 | -5 | 24 | |
10 | FC Luzern | 21 | -3 | 22 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur | 20 | -32 | 10 |
