Die wilde Karriere des neuen FCB-Stürmers
Philip Otele spielte bei drei Teams gleichzeitig

Mit 14 war er im Probetraining bei Arsenal. Inzwischen ist Philip Otele über Litauen, Rumänien und die Vereinigten Arabischen Emirate in Basel gelandet.
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Philip Otele hat sich in Basel sofort einen Stammplatz erkämpft.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Philip Otele debütiert für FCB mit Tor gegen Sion
  • Otele spielte in England für drei Amateurteams gleichzeitig
  • Mit 26 Skorerpunkten in 45 Spielen hatte er seine beste Saison
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Lucas WerderReporter Fussball

Der Basler St. Jakob-Park hat sich bereits fast komplett geleert, da steht Philip Otele (25) noch immer ganz allein auf dem Rasen. Der Winter-Neuzugang hat gerade seinen ersten Einsatz für den FCB hinter sich gebracht, den er kurz nach seiner Einwechslung gleich mit einem Treffer krönt. Nach einem Eckball von Xherdan Shaqiri (33) steht der Nigerianer goldrichtig und trifft zum 4:1-Endstand gegen Sion. Den Moment nach seinem Traum-Debüt hält Otele mit einem Selfie vor der Muttenzerkurve fest. «Vor dem Schlafen denke ich oft darüber nach, wie weit ich es in meiner Karriere geschafft habe», wird er einige Wochen später erzählen.

Dass Otele beim FCB gelandet ist, grenzt schon fast an ein kleines Fussball-Wunder. Mit 14 verbringt er die Sommerferien in England und darf ein Probetraining bei Arsenal absolvieren. Für ein Nachwuchsteam der Gunners kommt er sogar in zwei Testspielen zum Einsatz. Weil aber zu Hause die Schule weitergeht, muss er noch vor Ablauf der Trainingszeit wieder nach Nigeria zurück.

Otele spielt für drei Teams gleichzeitig

Mit 17 geht es erneut nach England, Otele beginnt in Middlesbrough ein Studium in Sportmanagement. Nebenbei kickt er in bis zu drei Amateurteams gleichzeitig. Einer der Klubs ist der FC Wolviston, der heute in der elften (!) Liga spielt. «In mir drin wusste ich immer, dass ich gern Profi werden möchte. Meine Eltern haben aber gesagt, dass ich erst meinen Abschluss machen muss», erzählt Otele.

Als er sein Bachelor-Diplom schliesslich in der Tasche hat, macht sich Otele im Sommer 2019 auf Klubsuche. Weil er in England nirgends einen Vertrag bekommt, läuft sein Visum aus. Also muss ein neuer Plan her. Über einen Bekannten seines Vaters kommt der Stürmer schliesslich beim litauischen Klub Kauno Zalgiris unter. Ein Kulturschock im positiven Sinn. «Mit 20 Jahren hatte ich zum ersten Mal ein professionelles Umfeld», blickt Otele zurück.

FCB wollte ihn schon im Sommer

Zweieinhalb Jahre läuft er in der litauischen A Lyga auf, dann folgt der Wechsel nach Rumänien, wo er via UTA Arad schliesslich beim Top-Klub Cluj landet. Dort spielt Otele die beste Saison seiner Karriere, in 45 Spielen gelingen ihm 26 Skorerpunkte. Ein Leistungsausweis, der auch FCB-Sportchef Daniel Stucki (43) nicht verborgen bleibt. Doch statt nach Basel wechselt der Offensivspieler im vergangenen Sommer in die Vereinigten Arabischen Emirate. «Aufgrund der Ablösesumme waren die Verhandlungen zwischen Cluj und Basel etwas kompliziert», erklärt Otele.

In seinem halben Jahr in Abu Dhabi kann Otele aber lang nicht an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. «Es war eine neue Umgebung, in der es Zeit gebraucht hat, um mich anzupassen», so Otele. Weil sein neuer Klub Al-Wahda aber schnell die Geduld verliert, landet Otele in diesem Winter per Leihe doch noch in Basel.

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