Die seltsame Karriere des Admir Smajic
«Jetzt beginnt mein 2. Leben»

Admir Smajic ist den Tränen nahe, als er sagt: «Ich bin CC unendlich dankbar, dass er sich an mich erinnert hat.»
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Von Alain Kunz

Dieser Zug schien ab­gefahren. Endgültig. Der fürchterliche Trainingscrash mit Sion-Spieler Jamel Kaissi im Juli 2004 stand am Ursprung vom Ende einer Trainerkarriere, die eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hatte.

Drei Rückenwirbel waren gebrochen, Smajic war halbseitig gelähmt. «Dieser Unfall hat mein Leben komplett über den Haufen geworfen», erinnert er sich heute. «Ich wünsche so etwas niemandem auf der Welt. Es ist hart, sehr, sehr hart.»

Anstatt Trainer zu sein, blieben dem Bosnier bloss noch Jobs als Scout oder als Berater. Phasenweise für den FCZ, auch die bosnische Nati. Vor allem aber für welsche Amateurklubs. Und die Invaliden-Versicherung half. Im Moment ist er offiziell immer noch zu vierzig Prozent IV-Rentner.

Doch CC ändert nun alles! «Admir unterschreibt einen Vertrag über zweieinhalb Jahre», sagt der Präsident. «Und die IV braucht er nicht mehr.» Nicht, weil ein medizinisches Wunder Smajic (51) plötzlich geheilt hat, sondern weil er ein Salär haben wird, das es ihm verunmöglicht, eine Teil-IV-Rente zu beziehen.

«Es ist mir völlig egal, was ich verdiene», sagt der Bosnier. Ich freue mich einfach unendlich, dass sich CC zehn Jahre nach dem Unfall an mich erinnert hat und mir die Möglichkeit gibt, wieder in dieses Business einzusteigen, das ich so sehr liebe. Das ist alles andere als selbstverständlich.» Als er hinzufügt, dass er CC menschlich nie, nie, nie enttäuschen werde, stockt die Stimme.

Man spürt es durchs Telefon hindurch: Die Tränen sind nahe. Doch der Ex-FCB-Star fängt sich schnell: «Menschlich kann ich das garantieren. Von den Resultaten her weniger...»

Der Präsident sieht in Smajic den Trainer der Zukunft, der den vor seinem Unfall begonnenen Lehrgang für die Uefa-Pro-­Lizenz wieder aufnimmt – und im Frühling beendet.  Den Teil mit dem Diplom bestätigt Smajic. Aber: «Der Trainer heisst Jochen Dries. Ich bin Technischer Direktor. Wir sind ein Team. Dries hat das letzte Wort. Ich kann weder etwas vorzeigen noch mitspielen. Mein Job ist es, zu beobachten und viel mit den Spielern zu sprechen.»

Trainer oder Sportchef? Smajic ist es egal. «Wenn CC sagt, ich sei der Trainer, dann mache ich das. Dank ihm beginnt mein zweites Leben. Da melde ich keine Ansprüche an.»

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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