Die Noten zur nächsten FCZ-Pleite
Ein Zürcher Lichtblick bleibt in der dunklen Nacht

Wer hat wie abgeschnitten? Hier findest du die Noten von Zürich gegen Sion.
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Nächste Enttäuschung für den FCZ: Gegen Sion setzt es die vierte Ligapleite in Serie ab.
Foto: keystone-sda.ch

Der FC Zürich ist ein ernsthafter Anwärter auf den nächsten Friedenspreis der Fifa. Die Lausanner reisen mit neun Spielen ohne Sieg in Serie an? Dann dürfen sie doch mit einem 2:1-Sieg nach Hause fahren. Servette hat sieben Spiele hintereinander nicht gewonnen – und zuhause erst zwei Siege in dieser Saison? Dann dürfen die Genfer doch 2:1 gewinnen. Sion hat seit neun Auswärtsspielen nicht mehr gewonnen? Dann bekommt Sitten halt auch ein 2:1.

FCZ-Trainer Dennis Hediger behauptet danach, seine Zürcher seien bei diesen drei Spielen «auf Augenhöhe» gewesen. Aber das stimmt nicht. Sie sind auch gegen Sion die schwächere von zwei nicht brillanten Mannschaften.

Hinten rechts bleibt eine Problemzone, auch wenn Hediger Chris Kablan eine Pause gibt und ihn durch Livano Comenencia ersetzt. In der Innenverteidigung ist David Vujevic ein steter Wackelkandidat mit seinem Timing in Duellen. Und beim 1:2 steht er dem Sittener Torschützen Kreshnik Hajrizi am nächsten, ohne ihn zu stören.

Im Zentrum hat Cheveyo Tsawa als einziger so etwas wie seine Normalform. Das gilt auch für Nelson Palacio in seiner Rolle als Zerstörer. Aber Valon Berisha hat für sein Standing viel zu wenig Einfluss auf das Spiel. Matthias Phaëton ist nach seiner Verletzung ein Schatten besserer Tage, Ivan Cavaleiro ist bis auf einen netten Abschluss fast unsichtbar. Und Philippe Kény ist die Last anzumerken, dass praktisch die gesamte Last in der Offensive auf seinen Schultern lastet. Ausserdem hat er Glück, dass er nicht für einen Ellbogenschlag vom Platz fliegt.

Positiv: Einwechselstürmer Juan José Perea trifft erstmals seit Februar 2025 wieder. Und könnte mit etwas Glück sogar noch ein zweites Tor erzielen. Immerhin ein Zürcher Lichtblick in einer ansonsten dunklen Nacht.

Zu kurz für eine Bewertung: Kablan und Di Giusto ab 63. für Comenencia und Palacio, Perea ab 68. für Phaëton, Sauter und Reverson ab 80. für Walker und Cavaleiro

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Und so haben die Sion-Spieler abgeschnitten

Didier Tholot will nach dem Spiel zwar nichts von angespannten Nerven bei seinen Spielern wissen. Aber die Sittener wirken in Zürich viel weniger leichtfüssig als in früheren Momenten der Meisterschaft.

Sion hat zwar mehr Möglichkeiten, aber die zwingenden Aktionen fehlen. Auch, weil Rilind Nivokazi und Winsley Boteli im Angriff bei ihren Abschlüssen entweder überhastet oder technisch unsauber agieren. Benjamin Kololli auf dem rechten Flügel hat wenig Szenen, versenkt aber den Elfmeter zum Führungstreffer kühl. Ilyas Chouaref verbreitet wenigstens ein wenig Leichtigkeit, findet aber zu oft nicht die richtige Lösung. Trotzdem ist er es, der den Penalty zum 1:0 herausholt.

Das zentrale Mittelfeld mit Ali Kabacalman und Baltazar hat das Geschehen meistens im Griff, ohne dominant zu wirken. Und hinten rechts hat Numa Lavanchy ein aussergewöhnlich passives Spiel. So selten am gegnerischen Strafraum hat man den rechten Verteidiger schon lange nicht mehr gesehen. Da ist auf der linken Seite Nias Hefti vor allem vor der Pause viel auffälliger.

Im Abwehrzentrum ist Kreshnik Hajrizi nicht nur der Patron, der den zu Beginn etwas nervös wirkenden Maxime Dubosson stützt, der erst sein drittes Profispiel erlebt. Und im Tor hat Anthony Racioppi eigentlich nichts zu tun – aber das macht er nicht sonderlich gut, weil er vor dem 1:1 der Zürcher eine eigentlich schon gefangene Ecke einfach fallen lässt.

Beeindruckend: Wenn Super-Joker Boteli von Anfang an spielt und darum nicht gegen Ende eingewechselt werden kann, bringt Tholot einfach Franck Surdez. Worauf der 23-Jährige erst den Pfosten trifft – und dann die Flanke zum 2:1-Siegtreffer schlägt.

Zu kurz für eine Bewertung: Chipperfield und Lukembila ab 73. für Boteli und Kololli, Surdez ab 84. für Nivokazi, Berdayes und Sow ab 89. für Chouaref und Kabacalman

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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